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Joh 7 vers 36-39

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  • Joh 7 vers 36-39

    Hallo Liebe Geschwister im Herrn

    36 Was ist das für ein Wort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen?
    37 An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!
    38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe[ 9] werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
    39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

    Sinne über dieses Wort nach und denke über Ströme lebendigen Wasser nach.

    Jemand den ich fragte sagte zu mir es bedeutet für Ihn Der Herr strahlt durch uns in die Welt.

    Ich lese vom Ströme lebendigen Wasser und nichts vom Strahlen.

    Wasser steht für das Wort Gottes für mich und somit für das ungetrübte klare Wasser was durch den Heiligen Geist dem glaubenden aufgetan wird.

    Welches Verständnis habt Ihr über dieses Wort Ströme lebendigen Wassers?

    Lg
    im Herrn
    Adolfo
    Im Herrn Jesus Christus
    Adolfo

  • #2
    Zum Verständnis von Johannes 7 ist es notwendig 3. Mose 23 vor Augen zu haben.

    Johannes 7
    33-34_Der Herr spricht.
    Der Herr hatte gesagt, dass Er gesandt worden sei,
    und dass die Obersten Seinen Weggang durch Tod planten.
    Jetzt machte Er es deutlich, dass die Menschen keinerlei Macht über die Zeit Seines Weggangs haben würden.

    Er würde »noch eine kleine Zeit« (mikron chronon) bei ihnen sein,
    das heißt, die noch etwa sechs Monate zwischen dem Laubhüttenfest und dem nachfolgenden Passah.

    Der Herr verwendete einen ähnlichen Ausdruck, »ein Kleines« (mikron), zweimal in Joh 16,16,
    wobei ersterer sich auf die Stunden zwischen Seinem letzten Dienst und Seinem Kreuzestod bezog und letzterer auf die Tage zwischen Seinem Tod und Seiner Auferstehung.
    Im vorliegenden V. 33 würde der Herr nach Tod und Auferstehung durch die Himmelfahrt zu Seinem Vater zurückkehren.

    Dieser Akt des Dahingehens würde freiwillig sein;
    die Menschen vermochten es letztlich nicht, Ihn zu töten. Er sollte es sein, der selbst Sein Leben dahingab (Joh 10,17-18).
    Niemand konnte Ihm das Leben nehmen, weshalb Seine Aussage, die Menschen würden Ihn »töten« (Lk 18,33)
    sich auf den physischen Akt der Kreuzigung bezog.

    Nachdem liebende Hände Ihn vom Kreuz herabgenommen hatten, würden ungläubige Menschen Ihn nie wieder sehen (bis bei Seinem zweiten Kommen in Macht und Herrlichkeit jedes Auge Ihn sehen wird).
    Sie würden Ihn suchen, aber solange sie noch im Unglauben verharrten, würden sie niemals das Ziel Seines Weggangs, den Himmel, der Ihn wieder aufnahm, erkennen.
    Dieses Suchen kann durch Scheinglauben (wie in V. 31) verursacht werden, oder es könnte sein, dass die Obersten wirklich glaubten,
    Sein Leichnam wäre aus dem Grab gestohlen worden (Mt 28,13-15),
    weshalb sie Ihn suchten, um den Schluss zu widerlegen, Er sei wieder zum Leben erweckt worden. (Siehe 2Kö 2,16-18, wo Menschen Elias Leib suchten.)

    Der Ausdruck »wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen« kommt dreimal vor:
    1._Joh 7,34, an die religiösen Menschen im Tempel gerichtet.
    2._Joh 8,21, an die religiösen Obersten im Tempel gerichtet.
    3._Joh 13,33, an die Jünger in dem Obersaal gerichtet.

    35-36
    _Die Juden sprechen.
    Die Juden deuteten die Aussagen des Herrn rein natürlich, dass Er auf eine lange Reise in ein fernes Land gehen würde.
    Mit der »Zerstreuung« meinten die Juden die Zehn Stämme, welche vor langer Zeit nach dem Untergang des Nordreiches in alle Winde zerstreut worden waren (2Kö 17).

    Die zweite Verwendung des Ausdrucks bezieht sich auch auf Nicht-Israeliten, also Heiden in den griechischsprachigen Ländern.
    Dies war blosse Spekulation des Unglaubens, obwohl die Botschaft des Evangeliums tatsächlich durch den Dienst der Apostel die Nationen erreichen würde.
    Man beachte den Stil des Johannes beim Aufzeichnen der Fragen der Leute, welche wörtlich repetieren, was der Herr zuerst gesagt hatte. Diesem Phänomen begegnen wir hier und auch in 16,17, wo die Apostel die Worte des Herrn in ihrer Frage wiederholen.
    Johannes 7,37-39 936
    3. Am Ende des Laubhüttenfestes (7,37-39) 37-39_Der Herr spricht.
    Der Herr wandte sich jetzt nicht mehr an die Allgemeinheit;
    in diesen Versen wird der Segen dem Einzelnen verheißen: »jemand [...] er [...] wer«.
    Er griff oft alltägliche Dinge auf und verwendete sie in übertragenem Sinn, um tiefe Wahrheiten zu illustrieren.
    Nach der Sitte jener Zeit brachten die Priester vom ersten bis zum siebten Tag des Laubhüttenfestes in einem goldenen Gefäß Wasser aus dem Teich Siloah und gossen es auf den Altar.

    Damit wollten sie an das Wasser, das einst aus dem Felsen geflossen war, erinnern und gleichzeitig auf die geistliche Erquickung hinweisen, welche die Tage des Messias bringen würden.
    Aber am achten und letzten Tag des Festes tat man das nicht.
    Daher stellte sich der Herr als Quelle des Wassers dar, aus der jeder trinken durfte.

    Vom Durst hatten die Psalmisten vor alters oft gesprochen:
    1._»Meine Seele dürstet nach Gott, dem lebendigen Gott« (Ps 42,1-2).
    2._»Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und lechzenden Land ohne Wasser« (Ps 63,1). 3._»Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen Jehovas« (Ps 84,2).
    4._»He, ihr Durstigen alle, kommet zu den Wassern!« (Jes 55,1).

    Das Wort »Leib« in V. 38 ist koilia, wörtlich Höhlung, und zwar die Höhlung im Innern des menschlichen Leibes, hier aber im übertragenen Sinn für das Innere des Ich (siehe Spr 18,8).
    In V. 39 erklärte Johannes, was der Herr meinte, obwohl er gewiss dessen Bedeutung erst verstehen konnte,
    nachdem der Herr verherrlicht worden war (siehe Joh 2,22).

    Die Gläubigen besitzen den Heiligen Geist, der in ihnen wohnt, denn der Leib des Gläubigen ist »der Tempel des Heiligen Geistes« (1Kor 6,19-20).
    Dieser Geist war wie »


    Vom Durst hatten die Psalmisten vor alters oft gesprochen:
    1._»Meine Seele dürstet nach Gott, dem lebendigen Gott« (Ps 42,1-2).
    2._»Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und lechzenden Land ohne Wasser« (Ps 63,1).
    3._»Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen Jehovas« (Ps 84,2).
    4._»He, ihr Durstigen alle, kommet zu den Wassern!« (Jes 55,1).
    Vom Durst hatten die Psalmisten vor alters oft gesprochen:



    «. Wenn wir den Zusammenhang beachten, glauben wir nicht, dass sich dies auf den Geist bezieht, der aus dem Gläubigen fließt, um die Bedürfnisse durstender Seelen um ihn herum zu stillen (wiewohl das in anderem Zusammenhang zutrifft und dies der Grund ist, warum Gaben des Geistes gegeben werden, 1Kor 12,1-11), sondern auf den Geist im Innern, der in der reifenden Seele stets zunimmt.

    Es ist eine persönliche Angelegenheit,
    wie die Quelle, die ins ewige Leben quillt (Joh 4,14).
    Wie Paulus schrieb, es ist Gott, »der euch nun den Geist darreicht« (Gal 3,5).
    Der Geist hatte im Alten Testament gewirkt, auch als der Herr auf Erden war, aber nicht in dem Sinn,
    wie Er in Joh 14-16 verheißen wird, nachdem der Herr zum Vater gegangen ist.

    Der innewohnende Geist ist ein Merkmal der Gemeindezeit.
    Am Tag von Pfingsten sagte Petrus:
    »Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört« (Apg 2,33).

    Der Herr musste notwendigerweise verherrlicht werden,
    bevor der Geist gegeben werden konnte.
    Ausleger haben viel darüber diskutiert, was mit der Wendung »wie die Schrift gesagt hat« (V. 38)
    gemeint ist.
    Das ist nicht das Gleiche wie »es steht geschrieben«, wo wir ein exaktes Zitat erwarten.
    Die Wendung will vielmehr sagen, dass das AT von etwas in indirekter, in bildhafter, in metaphorischer Weise gesprochen haben kann.
    Von den vielen Versen, die man angeführt hat, erwähnen wir nur einige wenige:
    »Und mit Wonne werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils«
    Johannes 7,40-53 (Jes 12,3);
    »und auf jedem hohen Berg und auf jedem erhabenen Hügel werden Bäche, Wasserströme sein« (Jes 30,25); »
    Denn es brechen Wasser hervor in der Wüste und Bäche in der Steppe« (Jes 35,6);
    »Denn ich werde Wasser gießen auf das Durstige und Bäche auf das Trockene« (Jes 44,3);
    »He, ihr Durstigen alle, kommt zu den Wassern!« (Jes 55,1);
    »Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Gewässer nicht trügen« (Jes 58,11).

    Es spricht indes keine dieser Stellen von Wasser, das aus einem Hohlraum fließt.
    Der passendste Vers scheint eher 2.Mo 17,6 zu sein, wo Wasser aus dem Felsen floss und das Volk trinken konnte.
    Denn es schien dem Volk, dass eine wundersame Aushöhlung im Felsen war, aus dem das Wasser floss, um ihre Not zu stillen. Siehe auch 4Mo 20,11; 5Mo 8,15; Ps 114,8

    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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