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Wiederherstellung aller Dinge

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    Wiederherstellung aller Dinge
    Elberfelder 1905
    Apostelgeschichte
    Apg 3,21 welchen freilich der Himmel aufnehmen muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von welchen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. Wiederh.: Jes 62,7; Jes 65,17-25


    Es ging nicht darum, dass das Volk Jesus als seinen Messias nie wiedersehen würde.
    Gott würde Zion den Erlöser senden, doch in der Zwischenzeit mussten Ihn die Himmel aufnehmen.

    Der Vorläufer ist eingegangen (Hebr 6,20) und hat sich jetzt gesetzt »zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln« (Hebr 8,1).

    Um die Zeit, in der sie den Herrn Jesus wiedersehen würden, eindeutig angeben zu können,
    weist Petrus nach vorn auf »die Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge«.

    Es ist ungewöhnlich, die Wahrheit vom Kommen des Messias auf diese Weise auszudrücken.
    Zuvor hatte Petrus wie der Schreiber des Hebräerbriefes dargelegt, dass Er sich dort in den Himmeln aufhalten würde,
    bis Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gelegt worden wären, doch dort geht er näher auf das Thema ein.

    Die Wendung »bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge«
    stellt eine Beschreibung der zukünftigen Herrschaft Christi dar.
    Darin schwingt der Grundsatz der Wiederherrichtung bzw. Wiederherstellung mit, dem das mosaische Gesetz in 2Mo 22 so große Beachtung schenkte.


    Achtung:
    Allversöhner = Gotteslästerer erkennt man schnell daran, dass sie Ausdruck: →
    "bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge"
    mit der Lehre Satans keine Hölle oder zeitliche Begrenzung predigen.

    Erst dann wird das Reich für Israel wiederhergestellt und somit erfüllt werden, wonach die Apostel in Apg 1,6 fragten.

    Erst dann wird die damit zusammenhängende Frage nach dem Kommen Elias und der Wiederherstellung aller Dinge umfassend beantwortet werden (Mk 9,12).

    Wenn Gottes König, Der Sohn des Menschen der Herr Jeus Christus herrscht,
    wird alles, was in der Welt nicht da ist, wo es hingehört, wieder an seinen rechtmäßigen Platz gebracht werden.

    Israel und all die Nationen werden wieder dort sein, wo sie hingehören.

    Jeder Grundsatz des Guten und Bösen wird dort zu finden sein, wo er hingehört, nämlich die Wahrheit auf den Thron und das Unrecht auf das Schafott.
    Petrus fügt hinzu, dass Gott durch all die heiligen Propheten von Anfang der Welt an über dieses goldene Zeitalter gesprochen hatte, obwohl er erkannte, dass auch falsche Propheten unter dem Volk zu finden wären,
    2. Petrus 2.1; Jeremia 5.31

    ---

    Apg 3,19-21


    Petrus forderte die Menschen also auch hier, wie in seiner Pfingstpredigt ( Apg 2,38 ), zur Umkehr auf.
    War er der Ansicht, daß das Gottesreich kommen würde, wenn Israel bereute?

    Diese Frage muss aus mehreren Gründen mit "ja" beantwortet werden:
    (1)
    Die Verbform wiedergebracht ist im Griechischen ein Substantiv ( apokatastases , Apg 3,21 ),
    das mit dem Verb "wieder aufrichten" (apokathistaneis ; Apg 1,6 ) verwandt ist.

    Beide verweisen auf die Wiederherstellung des Königreichs Israel (vgl. Mt 17,11; Mk 9,12 ).
    (2)
    Der Begriff der Wiederherstellung entspricht, wenn er sich auf das Gottesreich bezieht, der Neuschaffung bzw. Wiedergeburt am Jüngsten Tag (vgl. Jes 65,17;66,22; Mt 19,28; Röm 8,20-22 ).
    (3)
    Die Satzkonstruktionen von Apg 3,19 und Apg 3,20 unterscheiden sich voneinander.
    Das dass in Vers 19 ist die Übersetzung des griechischen pros to (in manchen Handschriften steht eis to ) mit Infinitiv, das auf eine unmittelbare Absicht oder Folge deutet.

    Das damit in Vers 20 gibt jedoch eine ganz andere Satzkonstruktion wieder ( hopos , mit Konjunktiv), die auf die ferne Zukunft verweist.
    Umkehr führt also zuerst (und sofort) zur Vergebung der Sünden.
    Wenn Israel dann als Ganzes Umkehrt, wird ein zweites, entfernteres Ziel, das Kommen des Gottesreiches
    ( die Zeit der Erquickung beim zweiten Kommen Christi) Wirklichkeit werden.

    (4) Das Senden des Christus , d. h. des Messias (V. 20 ), bedeutet dasselbe wie das Kommen des Gottesreiches. (5) Bereits das Alte Testament "verkündigte diese Tage" (V. 24 ; vgl. V. 21 ).

    Die Propheten des Alten Testaments sagten zwar nicht die Christlichen Herausrufung voraus, die für sie noch ein Geheimnis war ( Röm 16,25; Eph 3,2-6 ), aber sie sprachen oft vom goldenen messianischen Zeitalter, d. h. vom Tausendjährigen Reich.

    Als Zeichen seiner Gnade hatte Gott den Israeliten ein zweites Mal die Möglichkeit zur Rettung angeboten, doch wieder lehnten sie es ab zu glauben. Sie hatten Jesus bereits vor der Kreuzigung abgelehnt, und auch der auferstandene Christus konnte sie nicht zur Umkehr bewegen.
    Auch dem "Zeichen des Jona" glaubten sie also nicht (vgl. Lk 16,31 ); es bestärkte sie eher in ihrem Unglauben.


    Manche Exegeten sind allerdings der Ansicht, daß Petrus an dieser Stelle nicht vom Kommen des Gottesreiches sprach. Auch sie können mehrere Gründe dafür anführen.

    (1)
    Da Gott wusste, daß Israel nicht auf ein solches Angebot eingehen würde, handelte es sich nicht um ein Angebot im eigentlichen Sinn. Dagegen ist zu sagen, daß dieses Angebot von den Juden nicht mehr verlangte als die Verkündigung des Evangeliums von den Nicht-Erwählten.
    (2)
    Damit wird das Gottesreich in das Zeitalter der Christlichen ecclesia verlegt.
    Dazu ist zu sagen, daß die Ursprünge des "Gnadenzeitaltes" bereits vor der Geburt der Herausrufung an Pfingsten liegen (vgl. Mt 16,18;18,17; Joh 10,16;14,20 ).
    (3)
    Die These, daß Petrus hier vom Gottesreich sprach, führt zu einer extremen Jenseitshoffnung.
    Das ist jedoch keine zwingende Folge, wenn man das Angebot Gottes als eine Übergangszeit innerhalb der Kirchenzeit versteht. Die Apostelgeschichte ist
    ein Werk des Übergangs, eine Brücke, die das Werk Christi auf Erden mit seinem Werk durch die Christlichen Herausrufung (ecclesia) auf Erden verbindet.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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