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Gerichte der Offenbarung

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  • Gerichte der Offenbarung

    Liebe Brüder
    Ich habe vor einiger Zeit eine Predigt gehört, wo der Verkündiger sagte, dass der weisse Reiter Corona sei.
    Ich habe dann gesagt, dass das ein Unsinn sei und habe das biblisch begründet.
    Ich sage heute, dieser Mann müsste sich eigentlich entschuldigen, denn nach 3 Jahren Corona müssten wir ja den AC sehen, die 144000, die zwei Zeugen, der dritte Tempel müsste stehen, da Corona jetzt 3 Jahre her ist und dann in einem halben Jahr der AC sich in den Tempel setzen müsste.
    Er sagt nun aber, ich könne biblisch nicht beweisen, dass alle Gerichte der Offenbarung (Siegel, Trompeten, Schalen) in den sieben Jahren, also der 70, Jahrwoche Daniels stattfinden.
    Er sehe es so, dass die Siegel schon vor den sieben Jahren stattfinden können, dann der Vertrag zwischen dem Diktator und Israel geschlossen wird und dann erst die sieben Jahre beginnen.
    Und ich finde einfach keine Bibelstelle, die sagt, dass alle Gerichte innerhalb der sieben Jahre stattfinden, obwohl mir das schon klar ist im Kontext der ganzen Schrift.
    Hat da jemand von euch eine biblische Belegstelle zu dieser Frage.
    Liebe Grüsse
    Kari​
    Im Herrn Jesus Christus
    Karl M.

  • #2
    Lieber Bruder,
    er hätte auch sagen können, die Pest, oder die spanische Grippe sei der weiße Reiter gewesen.
    Zuletzt geändert von Gast; 11.02.2023, 21:30.

    Kommentar


    • #3
      Lieber Bruder,
      was ist mit folgender Stelle
      Offb 1,19 Schreibe nun, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen wird.
      .

      Nach meiner Ansicht ist das, was ist, die Zeit der Heiligen der Gnadenzeit. (Offenbarung 2 und 3).
      Ab Offenbarung 4 wird das beschrieben, was nach diesem geschehen wird. Das umfasst die Siegel-, Posaunen- und Schalengerichte.

      Kommentar


      • #4
        Lieber Bruder,
        außerdem sind wir alle noch da, die wir an eine Entrückung vor der Trübsal glauben.
        2Thes 2,2 daß ihr nicht schnell erschüttert werdet in der Gesinnung, noch erschreckt, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre.
        2Thes 2,3 Laßt euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens,

        Kommentar


        • #5
          Lieber Bruder Karl
          Folgendes könntest du dem Bruder mit dem Du Kontakt hast helfen,
          wenn er durcharbeitet und dann dazu Fregen hätte?
          Diesen Link könntest Du ihm senden:
          ↓↓↓
          https://www.forum.bibelkreis.ch/foru...=5238#post5238

          Das hat mir auch sehr ►► geholfen


          Die große Trübsal


          Im Buch der Offenbarung wird oft eine Zeit von 7 Jahren oder 2 mal 3 1/2 Jahren
          angegeben. 7 Jahre dauerte eine so genannte Jahrwoche. Wir lesen das in
          3. Mose 25 „Ein Sabbatjahr." Zu Daniel wird gesagt in Daniel 9 : vom Beginn des
          Wiederaufbaus der Mauer Jerusalems bis zur „Ausrottung des Gesalbten"
          (Kreuzigung des Herrn Jesus) vergehen genau 69 (62+7) solcher Jahrwochen =
          483 Jahre. In der Geschichte zur Zeit Nehemias war es das Jahr 455 vor
          Christus. Die Zeit stimmt fast genau, wenn man das Jahr mit 360 Tagen rechnet,
          was ja im A.T. immer der Fall war.

          Israels Zeit bis zur Erscheinung des Messias und Errichtung des Reiches sollen
          aber 490 Jahre = 70 Jahrwochen sein, so wird zu Daniel gesagt. Mit der
          Kreuzigung des Herrn Jesus ist Israels Zeit unterbrochen, die aber nach der
          Entrückung der Gemeinde auf dieser Erde eine Endgeschichte hat — eine große
          Gerichtszeit von genau 7 Jahren. Die letzte Jahrwoche des prophetischen Wortes
          an Daniel.

          Im A.T. wird diese Zeit meistens als der „Tag des HERRN" bezeichnet; und meist,
          mit wenigen Ausnahmen, als die große Trübsal; oder wie die Elberfelder
          übersetzt: „Die große Drangsal"

          Der Prophet Amos sagt in Kap.5, 18-20: „ Wehe denen, die den Tag des Herrn
          herbeiwünschen! Wozu soll euch denn der Tag des Herrn sein? Er wird Finsternis sein und
          nicht Licht. Wie wenn jemand vor dem Löwen flieht und es begegnet ihm ein Bär, aber er
          kommt nach Hause und stützt seine Hand auf die Mauer, da beißt ihn die Schlange. So
          wird der Tag des Herrn Finsternis sein und nicht Licht."

          Im A.T. gibt es ungefähr 20 verschiedene Bezeichnungen für die große Trübsal,
          im N.T. ca. 7.

          Im A.T.





          1. Die Zeit der Angst für Jakob Jeremia 30,7
          2. Die 70. Daniels Daniel 9, 27
          3. Gottes fremdartiges Geschäft Jesaja 28, 21
          4. Gottes unerhörtes Werk Jesaja 28, 21
          5. Die Zeit des Verderbens für Israel 5. Mose 32, 35
          6. Die Zeit des Unglücks Israels Obadja 12 — 14
          7. Die Not 5. Mose 4, 3
          8. Der Zorn Jesaja 26; Daniel 11, 36
          9. Die überschwemmende Flut Jesaja 28, 15; 18
          10.Der Tag der Rache Jesaja 34, 8
          11.Das Jahr der Vergeltung Jesaja 34, 8
          12.Der Tag der Not Daniel 12, 1
          13.Der Tag der Bedrängnis Zephanja 1, 15
          14.Der Tag des Zorns Zephanja 1, 15
          15. Tag der Angst Zephanja 1, 15
          16. Der Tag des Ruins Zephanja 1, 15
          17. Der Tag der Zerstörung Zephanja 1, 15
          18. Der Tag der Finsternis Zephanja 1, 15
          19. Ein bewölkter Tag Joel 2, 2
          20. Ein finsterer Tag Joel 2, 2


          Im N.T.

          1. Der Tag des Herrn 1. Thess. 5,2
          2. Der Zorn Gottes Offenb. 15, 1
          3. Die Stunde der Versuchung Offenb. 3.10
          4. Der zukünftige Zorn 1. Thess. 1, 10
          5. Der Zorn 1. Thess. 5, 9
          6. Die große Trübsal Matth. 24, 21; Offb. 2, 22; Offb. 7,
          7. Die Trübsal (Drangsal) Matth. 24, 29




          Wann kommt die große Trübsal?

          1. Welches Ziel hat Gott?
          Gott will aller Bosheit und allem Bösen ein endgültiges Ende setzen.
          Jes. 13, 9:
          „Siehe der Tag des Herrn kommt, unbarmherziger, überfließender und glühender Zorn,
          das Land zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen."

          Das angekündigte Gericht an allen verlorenen Menschen wird Gott ausführen
          durch vertilgen.
          Jesaja sagt weiter in Kap. 24, 19 — 20 :
          „Die Erde wird laut krachen, die Erde wird reißen und bersten, die Erde wird bedenklich
          wanken. Die Erde wird schwanken wie ein Betrunkener und schaukeln wie eine
          Hängematte; ihre Missetat liegt schwer auf ihr; sie fällt und steht nicht wieder auf. "

          Die weltweite Schuld (Missetaten) soll fallen und nie wieder aufstehen. Aller
          Bosheit soll ein Ende gemacht werden.

          2. Die große Trübsal bringt auch eine weltweite Erweckung und viele Menschen
          werden für das Lamm gewonnen.
          In Offb. Kap. 7, 1 — 17 wird davon berichtet:
          Danach sah ich 4 Engel an den 4 Ecken der Erde stehen, die hielten die 4 Winde der Erde,
          damit kein Wind wehe über die Erde noch über das Meer noch über irgendeinen Baum.
          Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufsteigen, der hatte das Siegel
          des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den 4 Engeln zu, welchen Vollmacht
          gegeben war, und sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis
          wir die Knechte unseres Gottes auf ihren Stirnen versiegelt haben! Und ich hörte die Zahl
          der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israel."

          Wir lesen dann weiter, dass aus jedem Stamm 12 000 Juden ausgewählt wurden
          um Evangelisten zu sein für eine weltweite Erweckung. Es wird eine große
          Erweckung sein die 3 1/2 Jahre dauert.


          Überall auf der Welt leben Juden. Die großen Weltsprachen und noch andere
          kleinere Sprachen werden irgendwo von Juden gesprochen. Mit wenig
          Ausnahmen spricht fast jeder Jude 2 Sprachen. Sie sind auch gut unterwiesen in
          der Kenntnis des Alten Testaments.
          Einige Zeit nach der Entrückung der Gemeinde werden also 144 000 Juden aus
          der ganzen Welt zum Glauben an Jesus Christus kommen durch eine Bekehrung.
          Sie sind also in der Lage Sendboten des „Evangelium" des Reiches zu sein. Was
          sie brauchen ist die Erfüllung und die Kraft des Heiligen Geistes und Bibeln in
          Hebräisch und einer anderen Sprache in einem Buch.
          Sie erfüllen dann die Prophetie von Matth. 24, 14:
          Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum
          Zeugnis aller Völker, und dann wird das Ende kommen.

          Weiter wird in Offb. 7, 9 — 17 das Ergebnis des Missionsdienstes der 144 000
          gezeigt:
          Danach sah ich, und siehe eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen
          Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen; die standen vor dem Thron und vor dem
          Lamm, angetan mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen. Und sie riefen mit
          lauter Stimme und sprachen: Das Heil steht bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und
          bei dem Lamm! Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die 4
          lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und
          sprachen: Amen! Lobpreis und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und
          Stärke bei unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen!

          In den weiteren Versen wird dann ausgesagt, das sind gerettete Menschen aus
          der großen Trübsal „sie haben ihre Kleider gewaschen und hell gemacht im Blute
          des Lammes...... Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen" ....

          Die große Trübsal hat aber noch ein 3. Ziel:
          Die Macht des Heiligen Volkes zu brechen. Es geht hier um Israels Stolz und
          Eigenwillen. Gott zerbricht und führt zur Bekehrung — zur Stunde 0 — zur
          Kapitulation!
          Wir lesen in Daniel 12, 5 —7: „ Und ich, Daniel, schaute und siehe, da standen 2 andere
          da; einer an diesem, der andere an jenem Ufer des Flusses. Und einer sprach zu dem
          Mann in leinenen Kleidern, welcher oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine
          Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und schwur bei dem, der ewig lebt: Eine Frist
          (Zeit), zwei Fristen (Zeiten), und eine halbe Frist (1/2 Zeit); und wenn die Zersplitterung
          der Macht des Heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen."

          Schon Mose sagt in seinem Lied in 5. Mose 32, 36: „Denn der Herr wird sein Volk
          richten, und über seine Knechte wird er sich erbarmen, wenn er sieht, dass geschwunden
          die Kraft, und der Sklave und der Freie dahin sind:"
          Und am Schluss des Liedes: „Dann wird er seinem Land und seinem Volk vergeben
          (entsühnen).

          Der Prophet Hesekiel spricht in Kap. 20, 34 — 38, dass Gott die Israeliten aus allen
          Völkern herausführen wird um mit ihnen zu rechten wie einst mit seinem Volk in
          der Wüste des Landes Ägypten. Er wird die Abtrünnigen und die Übertreter
          absondern -- -. „unter dem Stab hindurchgehen". Gemeint ist ein Hirtenstab, den
          ein Hirte beim Zählen der Schafe immer auf das 10. Schaf legte.


          4

          Bei 10 X mit dem Stab schlagen wusste er, dass er 100 Schafe hatte. So wird das
          Volk im Lande gezehntet werden. Nur jeder 10. wird in das Reich eingehen.
          Wir lesen in Vers 38: „ Ich will sie aus dem Land ihrer Pilgrimschaft herausführen- aber
          sie sollen nicht wieder in das Land Israel kommen."

          Gott hält also mit seinem Volk Gericht, nachdem er sie aus den Völkern
          gesammelt hat, um die ungläubigen und rebellischen und abtrünnigen Juden aus
          zu sondern und durch den Tod hin weg zunehmen. Dadurch entsteht
          gewissermaßen ein neues Volk, eine neue Generation, die im verheißenen Land
          mit ihrem Messiaskönig die Verheißungen der Väter erlangt.


          Der Beginn der großen Trübsal

          Die große Trübsal beginnt nicht mit der Entrückung der Gemeinde, sondern mit
          der Unterzeichnung des 7-Jahresvertrages zwischen dem Antichristen und der
          Regierung Israels. 2 Bibelstellen Daniel 9, 24 — 27 und Jesaja 28, 14 — 22.
          Über die 70 Jahrwochen aus Daniel 9 habe ich schon zu Anfang gesprochen.
          Die 70. Woche steht noch aus. Es sind die 7 Jahre der Drangsal Jakobs. Welches
          Ereignis lässt die Drangsal beginnen?
          Lesen wir Vers 27 „ Und er wird einen festen Bund mit den vielen schließen .für eine
          Woche (7 Jahre), und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören
          lassen. Und wegen der Beschirmung der Greuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis
          Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden."

          Hier wird von einem Bund gesprochen, den jemand mit dem jüdischen Volk
          schließt und zwar genau für 7 Jahre. Es heißt einfach ER , das verweist auf „den
          zukünftigen Fürsten" von Vers 26. Diese Person ist der Antichrist. (Das Tier aus
          Offenbarung 13, das aus dem Meer aufsteigt) Dieses Bündnis ist der Beginn der
          schweren Zeit für Israel, aber auch für viele Völker auf der Erde.

          Die Entrückung hat vor diesem Ereignis stattgefunden. Dazwischen können
          mehrere Jahre, aber auch eine sehr kurze Zeit, liegen. Der Bund ist eine Art
          „Nichtangriffspakt" (Friede und Sicherheit); aber der Antichrist hält den Bund nicht
          und greift Israel nach 3 1/2 Jahren an.
          Der Bund wird mit den Vielen, also nicht mit allen geschlossen. Ein Teil des
          jüdischen Volkes wird sich weigern. Sie lehnen den Bund ab und ignorieren ihn.

          4. Der Antichrist schafft auch den Opferkult ab.
          Ein Verwüster wird kommen dann aber am letzten Tag der Jahrwoche seinen
          Untergang haben — vernichtet werden. In Jesaja 28 sieht der Prophet den Bund
          aus der Perspektive Gottes. „Die Vielen," die den Bund zustande bringen spricht
          Gott an in Jes. 28, 14: „Darum höret das Wort des Herrn, ihr Spötter, die ihr über
          dieses Volk herrscht, das zu Jerusalem ist. Gott nennt sie „Spötter."
          Vers 15 erklärt Gott, warum er sie als Spötter bezeichnet: „ ...weil ihr sprecht: Wir
          haben mit dem Tode einen Bund und mit dem Totenreich einen Vertrag gemacht; wenn
          eine überschwemmende Flut daher kommt, wird sie nicht zu uns gelangen; denn wir haben
          Lüge zu unsrer Zuflucht gemacht und in Betrug uns geborgen."

          5

          Das Bild einer „Überschwemmenden Flut' wird als Symbol für eine militärische
          Aktion -Invasion gebraucht. Die Führer Israels werden zu jener Zeit glauben, durch
          dieses Bündnis sind sie sicher vor einer militärischen Invasion des entstehenden
          mächtigen Weltreiches in einem 10-Staatengebilde. Aber Gott erklärt, dass dieser
          Bund zum Tode ist. Er bringt keine Sicherheit, sondern Tod und Verderben.

          Gott spricht nun zu den Juden, die nicht zu den „Vielen" gehören und den Bund
          nicht wollten: „ Darum spricht Gott, der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen
          Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest
          gegründet; wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen" oder nach Schlachter: „der wird
          nicht fliehen."

          Wenn man nun Jesaja 28 weiter liest bis Vers 22, erkennt man, wie sich eine
          menschlich erdachte Sicherheit durch menschliche Klugheit einfach nicht erfüllt.
          Israel kommt in eine grenzenlose Enttäuschung und der Prophet gebraucht
          2 Bilder: Eines von einem „viel zu kurzen Bett" und eines von einer „zu kleinen
          Zudecke."— Es wird in Israel keinen ruhigen Schlaf mehr geben; und jede
          Sicherheit ist zur totalen Unsicherheit geworden.
          Die zwei letzten Verse beschreiben den Zorn Gottes. Hier lesen wir zwei Begriffe
          für die große Trübsal:

          1. „Jahwes fremdartiges Geschäft" und 2. „sein unerhörtes Werk" (Schlachter)
          Jesaja sagt zum Schluß; nicht weiter Spott zu treiben: „Denn ich habe von dem
          Herrn, dem Herrn der Heerscharen gehört, dass Vertilgung und Strafgericht über
          die ganze Erde beschlossen sei."

          Dieser Beschluss Gottes ergeht wegen des Bündnisses, das auf der Erde
          unterzeichnet wurde. „Das Fremdartige" und „Unerhörte" liegt darin, dass der
          Beschluss Gottes der ganzen Erde gilt. Dieser Entschluss entspricht der Buchrolle
          aus Offb. 5; denn diese Buchrolle ist die Besitzurkunde der ganzen Erde und ist
          mit 7 Siegeln versiegelt. Diese Siegel werden nun aufgebrochen in 7
          Siegelgerichten, wenn das Bündnis unterzeichnet worden ist.
          Die ganze große Drangsal wird nun in Offb. 6 — 19 beschrieben. Da erkennen wir
          auch sehr deutlich die 3 Phasen. Kapitel 6 — 9 und Kap. 17 betreffen die erste
          Hälfte von 3 1/2 Jahren. Kap. 10 — 14 beschreibt die Ereignisse in der Mitte der
          Drangsal. Dann Kap. 15 + 16 + 18 die letzte Phase, die 2. Hälfte dieser Zeit.
          Einige Ereignisse laufen zeitlich genau hintereinander ab - Siegelgerichte -
          Posaunengerichte; andere aber parallel dazu. Eine Welteinheitsregierung wird ja
          heute schon angestrebt, aber sie wird sehr schnell scheitern, und die ganze Welt
          wird in 10 Reiche aufgeteilt werden. Diese 10 Weltreiche entwickeln sich bis weit
          hinein in die 1. Hälfte der Drangsal. Das ist ein Parallelereignis.
          Parallel dazu sind noch 3 Ereignisse zu erkennen:

          1. Der Dienst und das Wirken der 144 000.
          2. Der Dienst der 2 Zeugen aus Offb. 11
          3. Die Herrschaft der Babylon-Kirche, die das religiöse Leben der Welt
          während der 1. Hälfte der Trübsal beherrschen wird. Offb. 17

          Was im Öffnen der 7 Siegel dann auf der Erde geschieht, lässt sich am Text selbst
          eigentlich gut erkennen und braucht nicht viele Erklärungen.


          6

          Wir wollen uns mit dem 1. Siegel etwas beschäftigen. Uns ist ja Offb. 5 gut
          bekannt. Das Lamm inmitten des Thrones ist würdig die Siegel zu öffnen.

          Offenb.6,1 +2:
          „Und ich sah, dass das Lamm eines von den 7 Siegeln öffnete, und ich hörte eines von den
          4 lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und
          siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß hatte einen Bogen; und es wurde ihm eine
          Krone gegeben, und er zog aus als Sieger und um zu siegen."

          In den ersten 4 Siegeln werden 4 Pferde und 4 Reiter kommen. Der 2., 3. und 4.
          Reiter werden erklärt.
          Der 2. nimmt den Frieden von der Erde und bringt Krieg.
          Der 3. Reiter bringt eine große Hungersnot.
          Der 4. Reiter beschreibt ein massives Blutbad. Dabei wird ein1/4 der
          Weltbevölkerung vernichtet werden.
          In der Auslegung des 1. Reiters kommen wir direkt zur Person des Antichristen.
          Ein Mann mit einer Krone, der als Sieger auszieht um zu siegen. Dieser Mann
          spielt eine Hauptrolle in der ganzen Trübsalszeit. Wenn man Offb. 13 studiert,
          erkennt man die satanische Dreieinigkeit in der Nachahmung der göttlichen. Es
          werden 2 Tiere erwähnt und Satan selbst. Das 1. Tier ist die Person, die, die Bibel
          oft als Antichrist bezeichnet.
          Das 2. Tier wird als falscher Prophet bezeichnet. Satan übernimmt die Rolle des
          Vaters. So wie der wahre Vater im Himmel seine ganze Macht (Vollmacht) dem
          Sohn verlieh, so wird Satan seine Macht dem Antichristen geben.
          Der falsche Prophet übernimmt dann die Rolle des Heiligen Geistes. Der Dienst
          des falschen Propheten bringt die Menschen zur göttlichen Verehrung des
          Antichristen. Das geht deutlich aus dem 2. Teil von Offb. 13 hervor. Der Antichrist
          wird oft die Rolle des „falschen Sohnes“ spielen.
          Wenn man ihn von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, versteht man vieles
          besser, was über ihn in der Bibel gesagt wird.
          Dieser Antichrist hat in der Bibel eine Menge verschiedener Namen:





          1. Der Same Satans 1. Mose 3, 15
          2. Das kleine Horn Daniel 7, 8
          3. Der freche und listige König Daniel 8, 23
          4. Der zukünftige Fürst Daniel 9, 26
          5. Der Verwüster Daniel 9, 27
          6. Der König, der tut was ihm beliebt Daniel 11, 36
          7. Der Mensch der Sünde 2. Thess. 2, 3
          8. Der Sohn des Verderbens 2. Thess. 2, 3
          9. Der Gestzlose 2. Thess. 2, 8
          10. Der Antichrist 1. Joh. 2,22
          11. Das Tier Offb. 11, 7






          Wenn auch der Name „Antichrist“ nur 1 x so in der Bibel steht, so beschreibt doch
          diese Bezeichnung die wahre Absicht dieses Menschen, nämlich: gegen Christus
          zu wirken.
          Der Herr Jesus wird in Johannes Kap. 1 mit 12 Namen und Würdentiteln
          bezeichnet. Der Antichrist hat auch viele Namen, und dies zeigt die große
          Nachahmung --- eben die Verfälschung.


          Wo kommt der Antichrist her?

          Ist er ein Jude, oder kommt er von den Nationen? Wo würde ein solcher Mensch
          vielleicht heute schon leben, und wie kann er sich zu solcher Macht entwickeln?

          Der Herr Jesus, als der wahre Christus (Messias) wurde von einer jüdischen Frau
          geboren. Seine Geburt war übernatürlich - die Jungfrauengeburt. Der Ursprung
          war die Überschattung seiner Mutter Maria durch den heiligen Geist. So, - darf
          man wohl sagen, - entstand der Gott Mensch.
          Der Antichrist hat eine ganz natürlich Herkunft; aber auch eine übernatürliche.
          Zunächst aber die Frage, aus welchem Volk wird er kommen? Ein Heide oder ein
          Jude? Immer wieder haben Bibelausleger gedacht, der Antichrist wird bestimmt
          ein Jude sein, vielleicht aus dem Stamm Dan. Die Juden werden den Antichrist als
          den Messias anerkennen. Sie würden es nie bei einem Menschen aus den
          Heidenvölkern tun. Aus dem Stamm Dan wurden keine 12 000 versiegelt, aber
          warum nicht? Die Antwort bleibt offen. Diese Aussage liefert keinen biblischen
          Hinweis, dass aus diesem Stamm der Antichrist kommen wird.
          Manche führen Dan. 11, 37 an, um zu zeigen, dass er ein Jude sein muss:
          „Er wird sich auch nicht um die Götter seiner Väter kümmern, noch um den Lieblingsgott
          seiner Frauen, überhaupt um gar keinen Gott, sondern wider alle wird er grosstun."

          Manche übersetzen „der Gott seiner Väter" und denken dann an die Ur- und
          Erzväter Israels. (Abraham, Isaak, und Jakob)
          Die richtige Deutung ist, „die Götter seiner Väter" . Damit ist nicht der Gott Israels
          gemeint, sondern heidnische Gottheiten.
          Die Bibel lässt klar erkennen, dass der Antichrist ein Heide sein muß. Wichtig ist
          die biblische Typoloqie. Der Typ des Antichristen in der Bibel ist die Gestalt von
          Antiochus Epiphanes, der ein Heide war. Ein Heide ist niemals ein Typus für
          Christus. Der wahre Christus musste ein Jude sein. Die Offenbarung und die
          prophetischen Schriften sind reich an einer Bildersprache . Das Wort Meer ist ein
          Symbol für die heidnische Völkerwelt. In Offb. 13 kommt das aufsteigende Tier
          aus dem Meer, also der Völkerwelt.


          Nun, aber seine übernatürliche Herkunft!

          Der Antichrist ist ein Gegenbild zu Christus. Er könnte ebenfalls einen natürlichen
          aber eben auch einen übernatürlichen Ursprung haben. Wobei wir auch an eine
          Jungfrauengeburt denken können. 1. Mose 3, 15 läßt so etwas erkennen.
          ,,Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen
          und ihrem Samen...."
          Hier ist die Rede von immerwährender Feindschaft zwischen beiden Samen, also
          auch dem Samen Satans, der Schlange.
          Der Same der Frau ist der Messias Jesus Christus. Da der Messias aber keinen
          irdischen Vater hat, wird seine Herkunft nach der Frau bestimmt. Sonst wird aller
          Geschlechternachweis immer nach dem Mann, der männlichen Linie, geführt.
          Darum weist der Ausdruck „ihr Same" auf eine wunderbare göttliche Empfängnis
          hin.


          8

          Man könnte hieraus ersehen, dass Satan die Jungfrauengeburt nachäffen wird.
          Der Antichrist ist eindeutig „Satanssame". Eine Frau wird ihn gebären. Sie mag
          keine Jungfrau sein, aber ihre Empfängnis könnte durch wunderbare Weise durch
          Satan bewirkt werden. So würde auch der Antichrist eine übernatürliche Herkunft
          aufweisen können.
          2. Thess. 2,9 lässt diesen Gedanken auch erkennen „ihn, dessen Auftreten nach
          der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte."

          Der Antichrist wird also durch das Wirken Satans selbst hervorgebracht. Das kann
          sich durchaus auf eine falsche Jungfrauengeburt beziehen. Aber das Ergebnis ist
          ein völlig falscher Gott — Mensch, der sich als Gott ausgibt und sich so verehren
          lässt.
          Somit hat er auch einen ständigen Zugang zur satanischen und dämonischen
          Welt. Der falsche Sohn wird das Angebot Satans annehmen, das der Herr Jesus
          entschieden abgelehnt hat. Für den Herrn Jesus gebührte nur dem wahren und
          lebendigen Gott Anbetung und niemals dem Satan.
          Der falsche Sohn aber empfängt dann von Satan alle Herrschaft des Erdkreises,
          und er gelangt zu einer politischen und religiösen Machtstellung über die ganze
          Welt.
          2 Bibelstellen zeigen diesen gewaltigen Aufstieg.
          Daniel 8, 23 —25: „Aber am Ende ihrer Regierung, wenn die Übertreter das Mass voll
          gemacht haben, wird ein frecher und listiger König auftreten. Er wird stark sein, aber
          nicht in eigener Kraft; und er wird ein erstaunliches Verderben anrichten, und es wird
          ihm gelingen, Starke zu verderben und das Volk der Heiligen. Und ob seiner Klugheit und
          weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und
          viele in ihrer Sorglosigkeit verderben und wider den Fürst der Fürsten auftreten; aber
          ohne Handanlegung wird er zusammenbrechen."

          Frech --- listig --- stark --- mächtig
          Er hat die ganze Macht der Finsternis hinter sich, Zugang zu uneingeschränkter
          Machtfülle. Sie entstammt aus der Quelle eben, dem Satan. Es wird ihm gelingen
          alle Regierungen der Welt (Die Welt wird in 10 Regionen aufgeteilt sein) in seine
          Abhängigkeit durch eine falsche Sicherheit zu bringen. Alles wird ihm eine
          gewisse Zeit lang gelingen.

          Wie das schon immer bei antichristlichen Vorläufern war, --- Napoleon und Hitler -
          -- sein Hauptkampf ist gegen Christus. Und damit erweist er sich perfekt als der
          Antichrist.
          Daniel 11, 36 — 39 zeigt auch seinen wahren Charakter und seinen erfolgreichen
          Aufstieg in der ganzen Welt.
          Und der König wird tun, was ihm beliebt und wird sich erheben und grosstun wider
          jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott aller Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es
          wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt
          werden.......... Wer ihn anerkennt, dem wird er große Ehre erweisen, und er wird ihnen Gewalt
          geben über viele und zur Belohnung Ländereien unter sie verteilen.

          Daniel spricht hier von einem kommenden König, der einen Gott vertritt, den
          bisher noch niemand gekannt hat. Er nennt ihn „den Gott der Festungen".
          Seine Politik hat das Motto „Macht schafft ihr eigenes Recht". Mit Hilfe dieses
          fremden Gottes wird er die stärksten Verteidigungsanlagen der Welt bezwingen.
          Dieser sein fremder Gott ist Satan selbst.




          Der Antichrist ist der 1. Apokalyptische Reiter --- das erste Siegelgericht.
          4 solcher Reiter auf Rossen erscheinen nach dem Öffnen von 4 Siegeln.

          Das 5. Siegel hat dann mit christlichen Märtyrern zu tun.
          Das 6. Siegel zeigt große Erschütterungen in der Natur — Erdbeben -- Finsternis --
          -Anarchie und Chaos-- große Ratlosigkeit.
          Die Menschen fliehen zu den Bergen und Felsen vor dem Zorn Gottes. Den Weg
          durch Buße und Glauben (Bekehrung) finden sie nun nicht mehr.
          Das 7. Siegel öffnet dann die 2. Serie von Gerichten in der großen Trübsal, die
          Posaunengerichte.
          Parallel dazu läuft in der 1. Hälfte der großen Trübsal das Geschehen in
          Jerusalem, im Tempel und der Dienst der zwei Zeugen aus Offenbarung 11.​
          Im Herrn Jesus Christus
          Hans Peter Wepf
          1. Mose 15.6
          Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
          -----------------------------------------------------------------------
          Wer sich im Forum anmelden will, sende mir auf: h.p.wepf@bibelkreis.ch seine Geburtsdaten.

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          • #6
            Liebe Brüder
            Besten Dank für eure Antworten. Ich habe ja gesagt, dass dies ein Unsinn sei, den weissen Reiter mit Corona gleichzusetzen, nur weil der Reiter eine Krone hat und Corona auch Krone heisst. Auch meine Erklärung, dass die Entrückung vor den Gerichten kommt, überzeugt ihn nicht. Er sagt einfach, dass die Siegel Gerichte auch vor der 70. Jahrwoche sein können. Also Siegel jetzt, dann Entrückung und dann die 70. Jahrwoche. Für mich ist das Unsinn und macht auch keinen Sinn, aber biblisch belegen kann ich es nicht. Ich stimme allem zu, was ihr schreibt und auch die Links von Hans Peter, aber ich habe keinen biblischen Beweis, dass alle Gerichte (Siegel, Trompeten und Schalen) nach der Entrückung stattfinden.
            Liebe Grüsse Kari
            Im Herrn Jesus Christus
            Karl M.

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