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Psalm 030

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    bibelkommentare.de - Auslegungen und Kommentare zur Bibel von Brüdern wie Darby, Kelly, Mackintosh, Smith, Hole, Heijkoop, Willis, bibelkommentar

    PSALM 30


    Nachdem der Herr gekommen ist und die Feinde Israels niedergeschlagen hat (Ps 29), singen die Juden des Überrestes ein Loblied für den Herrn, der sie befreit hat. Sie preisen Ihn für seine Heilung und Wiederherstellung (Ps 30,2–4) und besingen ihre Befreiung in diesem Lied. Ihr Abend 4 des Weinens ist vorüber und „am Morgen ist Jubel da“. Nun beginnt die Dämmerung eines neuen Tages für Israel, da in Christus „die Sonne der Gerechtigkeit [...] mit Heilung in ihren Flügeln“ aufgegangen ist (Mal 3,20). Die Juden des Überrestes sprechen davon, wie der Herr ihre Gebete zu seiner Zeit und zu seiner Verherrlichung beantwortet hat. Ihre Wehklage hat Er „in Reigen verwandelt“ und ihre Zunge singt nun Loblieder (Ps 30,5–13).


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    PSALM 30


    In Psalm 30 finden wir den Gegensatz zwischen dem Vertrauen auf das Wohlergehen, selbst wenn es von Gott gegeben ist, und dem Vertrauen auf Gott Selbst. Er ist eingeschritten und hat den Armen erhöht und ihn nicht seinen Feinden preisgegeben. Seine Gunst ist Leben. Wenn Er zürnt, so geschieht es nur für einen Augenblick und zum Besten Seiner Heiligen; Seine Gunst aber währt für immer. Wenn am Abend Weinen eingekehrt ist, so ist am Morgen Jubel da. Vielleicht führt Er den Gläubigen hinab bis zu den Pforten des Grabes, aber dann geschieht es, um Seine Macht in unfehlbarer Rettung zu zeigen. Der Gerechte, Israel selbst als Volk, hatte auf das ihm verliehene Wohlergehen vertraut; jetzt aber, in der Tiefe des Elends, hat er Jehova als Retter gefunden. Die Macht des Bösen überwinden, ist besser als Güter, die man verlieren kann. Es gibt Sicherheit für uns, und zwar unter dem Segen und in den Armen Jehovas; denn Er ist der Retter. Wir sehen hier klar, dass es sich um ein lebendiges Volk handelt, welches auf Erden gesegnet werden soll (V. 3 u. 9). Und obwohl es zu allen Zeiten ähnliche Gnadenerweisungen geben mag, denn auch im Blick auf uns Christen gibt es eine Regierung Gottes, würde es doch ein gefährlicher Irrtum sein, das hier Gesagte auf die Heiligen der Jetztzeit anzuwenden. Unser Psalm redet von einer zeitlichen Rettung, um den Frieden in dieser Welt zu genießen (vgl. Jes 64). Kein Berg, selbst wenn wir ihn als von Gott festgestellt anerkennen, ist Jehova Selbst gleich, auch wenn ich mich am Rande der Grube befinde. Es ist für mein Herz mein Berg, wenn ich mich damit beschäftige.




    Ps 30

    Die Überschrift dieses Psalmes bezeugt, daß es sich hier um "ein Lied zur Einweihung des Tempels" handelt, der von David verfaßt wurde. Die Überschrift könnte sich auf die Einweihung des Grundstückes für den Tempel durch David ( 1Chr 21,26;22,1 ) nach der Zählung des Volkes beziehen. (Das hebr. Wort, das hier mit "Tempel" übersetzt wird, bedeutet wörtl. "Haus" und könnte sich auf die Stiftshütte (das Zelt) beziehen, in die David die Bundeslade gebracht hatte; 2Sam 6,17 .) Gegen diese Annahme spricht allerdings, daß der Psalm die Züchtigung Gottes an David erwähnt (vgl. Ps 30,8 ), möglicherweise durch eine Krankheit (V. 4 ), um seinen Stolz zu dämpfen (V. 7 ). Vielleicht war die Krankheit auch nur ein Bild, und David war nicht wirklich krank gewesen, sondern sie bezog sich auf Davids innere Reue ( 1Chr 21,13 ), daß er durch seinen Stolz eine Seuche heraufbeschworen hatte, die 70 000 Israeliten das Leben kostete ( 1Chr 21,2.8.14 ). Andere Ausleger haben den Titel des Psalms als Form der liturgischen Weihe für die Einweihung von erst später errichteten Gebäuden (z. B. Esr 6,16; Neh 12,27 ) betrachtet.
    Aus dieser Erfahrung der Erlösung von Gottes Züchtigung für seine Sünde pries David den Herrn, weil sein Zorn nur zeitlich, seine Gnade aber ewig währt.


    A. Erlösung von der Züchtigung
    ( 30,2-6 )

    David erkannte die Erlösung des Herrn und rief die Versammlung dazu auf, ihn zu preisen.


    Ps 30,2

    David gelobte, den Herrn zu preisen, denn er war aus seiner Not emporgezogen worden. Die Tiefen (oder die Tiefen der Erde) deuten auf Todesnähe hin (vgl. Ps 71,20;130,1 ). Seine Errettung entzog seinen Feinden jegliche Möglichkeit, sich hämisch zu freuen.


    Ps 30,3-4

    Hier beschreibt David die Antwort auf sein Gebet um Hilfe. Gott heilte ihn und verschonte sein Leben. Das wird auch durch die Bildersprache ausgedrückt: Gott brachte ihn aus dem Grab herauf ("Scheol"). Er war schon fast gestorben, möglicherweise aufgrund einer körperlichen Krankheit, aber der Herr hatte ihn geheilt. Gottes Errettung bewahrte ihn vor dem Tod.


    Ps 30,5-6

    Aufgrund von Gottes Erlösung rief der Psalmist das Volk auf, dem Herrn zu singen und ihn zu preisen. Der Grund für den Lobpreis liegt darin, daß der Zorn Gottes auf ihn nur eine Zeitlang währte, nur einen Augenblick, nur eine Nacht. Am Morgen folgte die Rettung und die Freude.


    B. Züchtigung für Davids Selbständigkeit
    ( 30,7-11 )

    Ps 30,7-8

    David gab sein Gebet um Befreiung von der Sünde der Unabhängigkeit vom Herrn wieder. In seinem Stolz fühlte er sich sicher und meinte, er würde nimmermehr wanken (vgl. den Kommentar zu Ps 15,5 ). Das Wort "sicher" ( Selew ) weist auf eine nachlässige Sorglosigkeit hin. Offensichtlich hatte er vergessen, wie notwendig es für ihn war, auf den Herrn zu vertrauen, und sonnte sich in seinem Selbstvertrauen.
    Als Ergebnis davon züchtigte Gott ihn ( Ps 30,8 ). Vorher, als Gott ihm seine Gunst erwiesen hatte, hatte er ihm Sicherheit gegeben (Berg ist ein Bild für seine mächtige Stellung); aber als Gott ihn züchtigte, verbarg er sein Angesicht, ein Ausdruck, der auf den Entzug von Segen und Schutz hindeutet.


    Ps 30,9-11

    Als Gott wegen Davids Überheblichkeit die Seuche über Israel brachte ( 2Sam 24,15 ), schrie David zu ihm und bat darum, daß es in seiner Vernichtung und dem Tod (zu Grube vgl. Ps 30,4 und den Kommentar zu Ps 28,1 ) keine Begünstigung geben möge. Wenn Gott von dem Psalmisten gepriesen sein wollte, dann mußte er ihn vor der Grube bewahren (vgl. Jes 38,18 ). Das war die Argumentation, die hinter Davids Gebet um Gnade und Hilfe stand (vgl. Ps 30,3 ).


    C. Erlösung von der Züchtigung
    ( 30,12-13 )

    Ps 30,12-13

    David, der hier die Terminologie der Festlichkeiten gebrauchte ( Tanz und Freude ), wiederholte, wie Gott ihn aus seinem beklagenswerten Zustand erlöst hatte (im Sacktuch ; vgl. Ps 35,13 und den Kommentar zu 1Mo 37,34 ). Als Ergebnis dieser Antwort auf das Gebet sang David Loblieder auf den Herrn. Er gelobte, sich zum Herrn, seinem Gott, zu bekennen und ihm in Ewigkeit zu danken (vgl. Ps 30,3 ). Jede Errettung, die ein Gläubiger erfährt, sollte in gleicher Weise Lob und Dank zur Folge haben.





    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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