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Psalm 079

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    Ps 79

    Der Psalmist Asaf beklagte, daß Jerusalem zerstört worden war und die Gläubigen getötet und ihre Feinde zum Hohn ermutigt worden waren, und bat den Herrn, nicht ihrer Sünden zu gedenken, sondern sie um seines Namens willen zu erretten. Der Psalm hat in mancher Beziehung Ähnlichkeiten mit Ps 74 .


    A. Klage über die Zerstörung Jerusalems
    ( 79,1-4 )

    Ps 79,1-4

    Der Schreiber beklagte, daß die Völker in das Land des Volkes Gottes (sein Erbteil; vgl. den Kommentar zu 5Mo 4,20 ) eingefallen waren, den Tempel entweiht und die heilige Stadt geplündert hatten. Darüber hinaus hatten sie sehr viele Diener Gottes getötet und sie unbegraben zum Raub und Fraß liegengelassen. All das machte Israel zum Objekt des Spottes und der Schande.


    B. Bitte um Errettung
    ( 79,5-12 )

    Ps 79,5-9

    Der Psalmist bat den Herrn, ihrer Sünden nicht zu gedenken, sondern ihnen in ihrer Not beizustehen. Er fragte, wie lange (vgl. den Kommentar zu Ps 6,4 ) der Herr wegen ihrer Sünden zornig sein würde - mit seiner Eifersucht , die wie Feuer brannte (vgl. Ps 89,47 ). Gott sollte ihre Feinde umbringen und sein Eigentum um seiner Herrlichkeit und um seines Namens willen rasch erretten (vgl. den Kommentar zu Ps 31,3 ).

    Ps 79,10-12

    Der Psalmist wollte den Herrn dazu bewegen, seine Bitte um Errettung zu beantworten. Er wünschte sich, daß er die Gefangenen am Leben erhalten und dem Spott über das Volk Gottes ein Ende setzen möge ( Wo ist ihr Gott? vgl. Ps 42,4.11;115,2 ), indem er ihnen siebenfach zurückgäbe (d. h. gründlich und genau; vgl. Ps 12,7 ) und dem Vorwurf des Volkes ein Ende setzen möge, der besagte, daß Gott seinem Eigentum gar nicht zu helfen vermochte.

    C. Gelöbnis zum Lobpreis
    ( 79,13 )

    Ps 79,13

    Wenn der Herr sein Volk aus der Knechtschaft befreite, gelobte der Psalmist, daß sie, die Schafe seiner Weide (vgl. Ps 74,1;95,7;100,3 ), ihm in Ewigkeit danken und ihn ewiglich preisen würden.

    *-*-*
    https://www.bibelkommentare.de/komme...en/psalm-79-87 SALM 79


    Mit diesem Psalm beginnt eine neue Serie. Er führt uns erneut zurück in die Zeit, in welcher die Armeen des Königs des Nordens durch das Land Israel marschiert sein werden. Sowohl die Stadt Jerusalem als auch der Tempel werden zerstört bei diesem Eroberungsfeldzug in Richtung Ägypten (Dan 11,40–42). Die Juden des gottesfürchtigen Überrestes rufen zu Gott, als sie mitansehen müssen, wie das Land, das ihnen als Erbteil versprochen ist, durch die Angreifer aus dem Norden zerstört wurde. Sie beten, dass Gott sein Gericht nun schnell über jene ausgießen möge.
    ​*-*-*-*
    https://www.bibelkommentare.de/komme...is/psalm-77-79 PSALM 79


    Psalm 79 bezieht sich, wie man deutlich erkennen kann, auf den Einfall der Heiden, besonders der Heere des Nordens, die Jerusalem und den Tempel verwüstet und das Blut der Knechte Jehovas vergossen hatten. (Joel 2 redet von einem zweiten Angriff, wobei das Flehen dieses Psalmes beantwortet wird, Jesaja spricht von beiden Einfällen.) Hier werden die früheren Sünden bekannt, und das Erbarmen Gottes wird angerufen. Der Boden, auf dem die Berufung an Gott geschieht, ist derselbe wie in Joel 2 und wie in früheren Psalmen (Ps 42 u. Ps 43). „Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott?“ und Gott wird gebeten, sich dadurch zu erkennen zu geben, dass Er das Blut Seiner Knechte räche. So wird Sein Volk und die Herde Seiner Weide Ihn ewiglich preisen. Der Zorn Jehovas wird gesehen, und Glaube ist so weit vorhanden, um zu sagen: „Bis wann?“ Das heißt, obwohl der Überrest sich nicht der Bundessegnungen erfreut (ja, gerade das Gegenteil ist der Fall), blickt der Glaube doch auf dieselben und sieht Jehova erzürnt über Sein Volk. Ist das aber der Fall und erweist es sich so, dass Jehova in Beziehung zu ihnen steht, so kann Er sie nicht aufgeben. Die Frage ist nun: „Bis wann?“ Indes wendet sich der Ruf selbst hier unmittelbar an Gott, nicht an Jehova. Israel ist noch nicht in seine Bundesstellung zurückgebracht. Wenn das geschieht, wird es in einer gekannten Bundesbeziehung stehen, und zwar in Gnade, und das wird nie wieder aus dem Auge verloren werden. Hier ist das nicht der Fall; sie sind vielmehr vertrieben, weil sie unter einem an Bedingungen geknüpften Bunde gefehlt haben, und obwohl der Glaube an die Verheißungen sie aufrecht hält, sind sie doch noch nicht in den neuen Bund eingetreten. Sie stehen außerhalb der Segnungen, und ob sie vorwärts oder rückwärts blicken, sie haben augenblicklich nichts. Das ist nie die Stellung des Christen. Wenn sich jemand dahin stellt und die Sprache des Psalmes auf sie anwendet, so macht er sich zu einem Juden. Denn während Christus für Israel droben verborgen ist, ist der Heilige Geist zu uns herabgekommen, und zwar solange Christus droben weilt, und wir wissen, dass Christus als unser Stellvertreter angenommen und verherrlicht ist, und dass wir in Ihm sind.

    Fußnoten
    • 1Wenn man dies beachtet, wird mancher Psalm leichter verständlich, der sonst schwer zu begreifen sein würde, weil in ihm scheinbar dem Vertrauen auf Gott Leiden und Trübsale folgen; aber in Wirklichkeit sind dieselben nur der Weg gewesen, auf welchem die Seele zu dem Vertrauen gelangte.
    • 2Dies setzt natürlich Wahrheit im Innern, die Bekehrung, voraus.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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