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Psalm 094

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    Ps 94

    Dieser Psalm trägt der Tatsache Rechnung, daß die Rache dem Herrn gehört. Der Psalmist bat den Herrn, an den Stolzen Rache zu üben, die auf unverschämte Art und Weise die Gerechten bedrücken. Der Schreiber des Psalmes vertraute darauf, daß der Herr sein Volk nicht verlassen, sondern es erlösen wird, denn im Herrschaftsbereich des Herrn ist für die Gottlosen kein Raum.


    A. Gebet um Rache
    ( 94,1-7 )

    Ps 94,1-3

    Vers 1-7 geben ein Gebet wieder, daß Gott doch an den frohlockenden Gottlosen Rache üben möge. In Vers 1-3 bestätigte der Psalmist, daß die Rache dem Herrn gehört. Weil Gott der Richter über die Erde ist, muß er auch an den Gottlosen Vergeltung üben. Auch hier fragte der Psalmist: Wie lange? (vgl. den Kommentar zu Ps 6,4 ). Die fortwährende Freude der Gottlosen scheint fehl am Platze zu sein, denn sie sind Feinde Gottes (vgl. Ps 73,3-12 ).


    Ps 94,4-7

    Um seine Bitte zu rechtfertigen, beklagte der Psalmist die freche Bedrückung der Gerechten durch die Hochmütigen. Die Rede der Gottlosen ist hochmütig. Sie bedrücken das Volk Gottes, sein Erbteil (vgl. 94,14V. 14 und den Kommentar zu Ps 28,9; 5Mo 4,20 ). Die Gottlosen vernichten die Armen und Bedrückten (diesen sollen die gläubigen Verantwortlichen beistehen; vgl. Ps 72,4.12-14 ). Die Gottlosen tun das alles, weil sie davon überzeugt sind, daß der Herr es nicht beachtet (vgl. Ps 73,11 ).


    B. Warnung vor dem Gericht
    ( 94,8-15 )

    Ps 94,8-11

    Der Psalmist rief die Gottlosen auf, ihr Tun zu überdenken. Er verwunderte sich darüber, daß die Gottlosen keine Weisheit erlangen - Gott kennt ihre vergeblichen Anschläge und Anstrengungen, die Gerechten zu bedrücken. Die Logik ist hier einfach, aber eindrucksvoll: Der das Ohr des Menschen schuf, der kann bestimmt auch hören; der das Auge gebildet hat, der kann auch sehen usw.


    Ps 94,12-15

    Aus diesen Versen wird das Vertrauen des Psalmisten zum Herrn deutlich. Wer von Gott gezüchtigt wird, der erfährt Segen, denn er wird aus dem Gesetz unterwiesen. Auch wenn ein Gläubiger von Gottlosen Bedrückung erfährt, kann er sich damit trösten, daß Gott derartige Bedrückungen gebrauchen kann, um ihn zu unterweisen. Gott wird ihm aus dem Unglück Ruhe schaffen, wenn die Gottlosen untergegangen sind. Der Psalmist war sich gewiß, daß Gott sein Volk nicht verlassen (vgl. V. 15 und den Kommentar zu Ps 28,9; 5Mo 4,20 ), sondern Gerechtigkeit wiederaufrichten werde.


    C. Trost vom Herrn
    ( 94,16-23 )

    Ps 94,16-19

    Der einzige Trost des Psalmisten war der Herr. Als er gefragt hatte, wer für ihn gegen die Sünder aufstünde, erkannte er, daß sein Schutz vom Herrn kam. Als er schon fast völlig verzweifelt war ( als sein Fuß ausglitt ; vgl. Ps 73,2 ), machte die Gnade Gottes sein verängstigtes Herz ruhig und gab ihm Freude.


    Ps 94,20-23

    Daraufhin sah der Psalmist Gottes Vergeltung an den Gottlosen voraus. Der Thron der Bösen (wörtl.: "Thron der Bosheit") nimmt Bezug auf schändliche Herrscher, deren Gesetzgebung auf die Vernichtung der Gerechten hinzielt. Sie haben keinen Teil an Gott. Deshalb setzte der Psalmist sein Vertrauen auf den Herrn, seine Feste ( miRgoB ; vgl. den Kommentar zu Ps 9,10;46,8 ), seinen Fels und seine Zuflucht (vgl. den Kommentar zu Ps 18,1 ), denn er wußte, daß der Herr ihnen ihre Sünden vergelten und sie vertilgen würde.


    -*-*-
    https://www.bibelkommentare.de/komme...n/psalm-94-101 PSALM 94


    Mit diesem Psalm beginnt eine neue Psalmserie. Er führt uns zurück in die Drangsalszeit, kurz vor der Erscheinung Christi. Der Überrest leidet unter der Ungerechtigkeit, mit der der Antichrist über das Land herrscht. Aufgrund der Verfolgung durch seine abtrünnigen Brüder, die dem Antichristen folgen, ruft er zu dem Herrn, dass Er kommen möge, um als „Richter der Erde“ aufzutreten (Ps 94,1–7). Der Überrest fordert sie zur Buße auf und fleht sie an, zu bedenken, dass der Herr alle ihre Bosheit sieht. Er ermahnt jeden, der unter ihrem Volk weilt, auf dem Weg eines „glückseligen Mannes“ gefunden zu werden, der Gott erwartet und sich von dessen Gesetz leiten lässt (Ps 94,8–15). Der Überrest fordert sie auf, im Glauben gegen die Übeltäter aufzustehen. Er ermutigt sie, dass der Herr sie in seiner Gnade bewahren wird, wie Er es mit ihnen selbst ebenfalls getan hat (Ps 94,16–19). Doch während der Überrest wartet, wird er sich bewusst, dass, wenn der Herr zur Aufrichtung seines Reiches in Gerechtigkeit kommen wird, auch der „Thron des Verderbens“ (die Herrschaft des Antichristen) ein Ende finden wird. Folglich hat er die Antwort auf seine Frage „Bis wann werden die Gottlosen frohlocken?“ aus Vers 3 gefunden und kann zuversichtlich sein, dass der gesamte Zustand der Dinge unter dem Antichristen nicht mehr lange andauern wird (Hiob 20,5). Der Herr wird die Gottlosen im Gericht vertilgen (Ps 94,20–23).

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    bibelkommentare.de - Auslegungen und Kommentare zur Bibel von Brüdern wie Darby, Kelly, Mackintosh, Smith, Hole, Heijkoop, Willis, bibelkommentar

    PSALM 94


    In Psalm 94 finden wir diesen Notschrei, der gleichzeitig ein volles Verständnis bezüglich der eigenen Lage, der Handlungsweise Gottes, der Stellung der Gesetzlosen sowie des zu erwartenden Endergebnisses zum Ausdruck bringt, und zwar, wie in allen Psalmen dieses Buches, aufgrund wohlbekannter Beziehungen zu Jehova. Wir haben in Psalm 91 gesehen, wie Christus Sich mit dem Volke eins macht, damit sie, also mit Ihm vereinigt, zum Genuss der vollen Segnung gelangen möchten. Psalm 94 wendet sich an Jehova als den Gott der Rache und wünscht, dass Er erscheinen, Sich als Richter der Erde erheben und den Hoffärtigen Vergeltung geben möchte. Das „bis wann?“ wird jetzt ernstlich und dringend; die Gottlosigkeit und Gewalttätigkeit der Bösen nimmt überhand. In den Versen 8 – 10 wird den ungläubigen Israeliten die Torheit ihrer Handlungsweise vorgestellt. In den Versen 12 – 15 finden wir eine Erklärung der Wege Jehovas, die voll der tiefsten Unterweisung ist: „Glückselig der Mann, den du züchtigst, Jehova, und den du belehrst aus deinem Gesetz!“ So handelt Jehova mit dem gläubigen Überrest, um ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gesetzlosen die Grube gegraben wird.

    Ohne Zweifel haben die Frommen (wie wir das in den Psalmen ausgedrückt finden) zu Zeiten diese Wahrheit fast vergessen (vgl. Ps 73). Doch war dies nicht immer der Fall (siehe Ps 27, 5). Der Glaube vergisst sie nicht, und darin liegt der Schlüssel zum Verständnis der Leiden des Überrestes – auch der unseren unter der Leitung unseres Gottes und Vaters. Inmitten des uns umgebenden Bösen hat es die Seele mit Gott zu tun; nicht nur indem sie sich willig unterwirft, sondern indem sie die Leiden, durch die sie geht, als einen Kelch betrachtet, der ihr von Jehova (uns von unserem Vater) gereicht wird. Damit schwindet alsbald die Störung und Bestürzung, die gefühlt wird, solange der eigene Wille ungebrochen ist und wir meinen, es mit Menschen zu tun zu haben, und uns nicht zu helfen wissen. Sobald der Eigenwille, dieses große Hindernis, gebrochen ist, unterweist Gott das nun unterwürfige Herz; es nimmt jetzt die richtige Stellung vor Ihm ein 1. Dem Glauben steht es überdies fest, dass Jehova Sein Volk niemals verwerfen wird. Aber das Gericht wird zur Gerechtigkeit zurückkehren, und die Aufrichtigen werden ihm folgen. Das ist der große und überaus wichtige Grundsatz, auf dem der Umschwung beruht, den wir in diesen Psalmen wahrnehmen. Das Gericht, das so lange von der Gerechtigkeit getrennt war, kehrt jetzt zu ihr zurück. Einst war das Gericht in den Händen eines Pilatus, während die Gerechtigkeit in Christo war. In jenem Augenblick war der Gegensatz vollständig, aber wir finden ihn mehr oder weniger zu allen Zeiten und überall. Zu leiden um der Gerechtigkeit willen und eine in den Himmeln festgestellte göttliche Gerechtigkeit zu besitzen, mag ein noch besseres Teil sein, als auf der Erde das Gericht zur Gerechtigkeit zurückkehren zu sehen – ja, es ist sicherlich besser; es ist das Teil Christi, als des jetzt verherrlichten Menschen, – aber das ist nicht die Handhabung der Gerechtigkeit auf der Erde. In jener Zeit aber, von der die vorliegenden Psalmen reden, wird die Gerechtigkeit tatsächlich auf der Erde gehandhabt werden.

    Wer aber ist es, der das zur Ausführung bringen wird? Wer wird die Sache der Frommen in seine Hand nehmen und für den Überrest aufstehen gegen die so mächtigen Übeltäter? Hätte Jehova es nicht getan, so würde die Seele der Frommen bald ins Schweigen hinabgefahren sein. Wie wahr dieses in bezug auf Christum war, insoweit die Menschen in Betracht kommen, und wie völlig Er daher in diese Gedanken und Gefühle des Überrestes eingehen kann, brauche ich wohl kaum zu sagen. Selbst wenn der Überrest fürchtet zu fallen, hilft ihm Jehova, und bei der Menge der Gedanken, ja, inmitten aller Macht des Bösen, erfüllen die Tröstungen Jehovas die Seele mit Wonne. In Vers 20 ruft der Überrest in höchst bemerkenswerter Weise die Gerechtigkeit Jehovas an: sollte der Thron des Verderbens vereinigt sein können mit dem Throne Jehovas? Wenn nicht, so sind die Tage der Herrschaft der Gesetzlosigkeit gezählt. Dass Bosheit vorhanden ist, ist jetzt offenbar. Doch Jehova, die Zufluchtsstätte der Frommen, der Richter der Bösen, wird das Unheil, das die letzteren gestiftet haben, auf ihr eigenes Haupt zurückbringen: Er wird sie vertilgen. So gibt uns dieser Psalm, wie ich schon sagte, einen beachtenswerten und vollständigen Überblick über die ganze Lage des Überrestes und Jehovas Wege mit ihm.

    In den Psalmen 95 – 100 schreitet die Einführung des Eingeborenen in den Erdkreis deutlich fort. Doch wird Er hier überall betrachtet als Jehova, der vom Himmel her zum Gericht kommt und schließlich Seinen Platz zwischen den Cherubim einnimmt; und die Welt wird aufgefordert, Ihn an diesem Platz anzubeten. Die Aufrichtung und Segnung Israels in Macht wird in Gegensatz gestellt zu ihrem einstigen Fehlen nach ihrer ersten Befreiung.

    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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