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Psalm 104

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    Ps 104

    Ps 104 beginnt wie Ps 103 mit den Worten: "Lobe den Herrn, du meine Seele". Ps 104 ist ein wunderbarer Psalm zum Lobpreis von Gottes wunderbarer Schöpfung und der Erhaltung dieser Schöpfung. Während Ps 103 das Erbarmen des Herrn über sein Volk preist, spricht dieser Psalm mehr von der Macht, der Weisheit und der Güte des Herrn aller Schöpfung gegenüber. Der Psalmist spricht davon, wie Gott die Himmel im Licht ausbreitet, wie er in seiner Macht die Tiefe regiert, wie er die Erde als Wohnort für die Menschen schmückt, wie er den Tag und die Nacht zum Leben einrichtet und das Meer für alles, was darinnen lebt, zubereitet. Dann pries er Gott, der in seiner Herrlichkeit über die Schöpfung regiert und sie durch seinen Geist erneuert. Der Psalmist betete mit dem Blick auf dieses ganze Geschehen, daß Gott doch die Sünder reinigen möge, die nicht mehr in Harmonie mit der Schöpfung sind.


    A. Einleitung
    ( 104,1 a)

    Ps 104,1 a

    Der Psalmist ermutigte sich selbst dazu, den HERRN zu preisen (vgl. V. 35 ; Ps 103,1.22 ).


    B. Lobpreis für den Schöpfer
    ( 104,1 b. 2-23)

    Ps 104,1-4 (Ps 104,1b-4)

    In Vers 1 b. 2-23 pries der Psalmist die Majestät des Herrn ( du bist sehr groß und mit Pracht [vgl. den Kommentar zu Ps 29,2 ] und mit Majestät bekleidet ; vgl. Ps 45,4 ), wie sie auch in seinen Werken sichtbar wird. Der Schreiber begann mit einer poetischen Beschreibung der Himmel. Das Licht , das am ersten Tag geschaffen wurde ( 1Mo 1,3-5 ), gehört zum Wesen des Herrn. Wer mit "Licht" bekleidet ist, zu dessen Wesen gehört das Licht. Bei der Schöpfung breitete der Herr die Himmel wie ein Zelt aus (vgl. 1Mo 1,6-8; Jes 40,22 ), d. h., daß der Himmel die Erde wie ein Zelt die Zeltinsassen überspannt. Es wird ferner bildhaft ausgedrückt, daß sich Gottes Wohnung in Obergemächern über den Wassern befindet. Es ist, als ob ein Architekt hier ein Privatgemach gebaut hätte, indem er die tragenden Balken über den Wassern der Himmel gebaut hätte.
    Der Herr schuf alle Elemente des Himmels, die Wolken, den Wind und das Feuer. (Zu der Aussage, daß der Herr auf den Wolken einherfährt, vgl. den Kommentar zu Ps 68,5 .) Ps 104,4 legt nahe, daß Gott seine Engel ( Boten ) oft in Naturerscheinungen sendet, ganz ähnlich wie bei seinen eigenen Erscheinungen.


    Ps 104,5-9

    Der Psalmist wiederholte noch einmal, wie Gott die Erde gegründet und sie mit Wassern bedeckt hat. Die poetischen Bilder sprechen davon, daß die Erde auf Grundfesten fest gegründet ist und daß sie mit Wasser (der Tiefe) wie mit einem Kleid bedeckt ist. Der Psalmist stellte in lebhaften Bildern dar, wie der Herr die Wasser in Flüsse und Meere versammelte und ihnen eine Grenze setzte (d. h. ihnen Ufer gab, über die sie nicht hinaustreten konnten; vgl. Hi 38,9-10; Jer 5,22 ). Wenn Gott die Wasser zurücktrieb, legt das nahe, daß sie eine ungezügelte Kraft darstellten, die gezügelt werden mußte. Die Wortwahl in Ps 104,7-9 erinnert an den Sintflutbericht; der Psalmist sprach jedoch von der Schöpfung.


    Ps 104,10-18

    Gott schmückte die Erde als Lebensraum und ließ Brunnen in den Tälern emporquellen, um den Tieren Wasser zu geben (V. 10-12 ), und ließ Pflanzen wachsen, die den Tieren und den Menschen Nahrung geben. Gott gab das Öl (von den Olivenbäumen), um das Angesicht des Menschen zu glätten (V. 13-15 ). Gott versorgte die Tiere und die Vögel mit einem Unterschlupf (V. 16-18 ). In seiner Weisheit schuf Gott die Erde so vielfältig, daß alles Leben darauf existieren kann.


    Ps 104,19-23

    Der Herr schuf den Mond und die Sonne, damit sie die Zeiten bestimmen, in denen die unterschiedlichsten Geschöpfe auf der Erde schlafen und wachen.


    C. Lobpreis für die Herrschaft des Herrn
    ( 104,24-32 )

    Ps 104,24-30

    Der Psalmist brach in Lobpreis Gottes für seine ganze Schöpfung aus, die er in seiner großen Weisheit gemacht hatte. Die vielen verschiedenen Kreaturen der Erde stehen unter seiner Herrschaft.
    Die Tiere des Meeres in ihren verschiedenen Größen - auch der große Leviatan (hier geht es um ein tatsächlich existierendes Tier, nicht um ein Wesen aus der Mythologie; vgl. den Kommentar zu Hi 41 ) - warten auf ihre Speise und auf das Gute (vgl. Ps 103,5;107,9 ) von Gott (vgl. Ps 104,21 ). Aber wenn er sich vor ihnen verbirgt, dann erschrecken sie, denn er ist der Herr über Leben und Tod in den Meeren. Er nimmt ihren Atem hinweg, und sie sterben. Er sendet seinen Lebenshauch , und Tiere werden neu geschaffen.
    Das Wasser ist das vorherrschende Thema in diesem Psalm (V. 3.6-16.25-26 ). Wasser wurde als mächtige Kraft betrachtet. Dieser Psalm beschreibt die Herrschaft des Herrn über dieses Element.


    Ps 104,31-32

    Der Psalmist bat den Herrn, daß doch seine Herrlichkeit bleiben möge, denn er regiert so mächtig über die Schöpfung.


    D. Gebet um Harmonie in der Schöpfung
    ( 104,33-35 a)

    Ps 104,33-35 a

    Der Psalmist antwortete auf zwei Arten auf die Größe der Schöpfung Gottes. Erstens gelobte er, Gott mit seinem Lied und seiner wohlgefälligen Rede zu preisen (vgl. Ps 19,15 ). Dies ist die angemessene Antwort eines Menschen, der Gott anbetet und sich an seinen Schöpfer erinnert. Zweitens betete er, daß die Sünder von der Erde verschwinden mögen, weil sie nicht im Einklang mit der Schöpfung Gottes stehen.

    E. Schlußrede
    ( 104,35 b)

    Ps 104,35 b

    Der Psalmist ermutigte sich selbst ( du meine Seele ), den HERRN zu preisen (vgl. V. 1 ; Ps 103,1.22 ). Das hebräische hal+lU-yAh (daraus entstand das Wort "Halleluja") wird abschließend mit "Preist den Herrn" übersetzt. Es taucht hier zum ersten von 23 Malen in den Psalmen auf ( Ps 104,35; 105,45; 106,1.48; 112,1; 113,1.9; 115,18; 116,19; 117,2; 135,1.3.21; 146,1.10; 147,1.20; 148,1.14; 149,1.9; 150,1.6 ).


    *-*-* PSALM 104


    In Psalm 104 preist Israel den HERRN als den Schöpfer. Der Psalm beginnt mit einem Lob der Größe des Herrn (Ps 104,1). Anschließend führt er die sechs Schöpfungstage an (1. Mo 1), die die Größe seiner Macht aufzeigen. Es beginnt mit dem Licht und endet mit dem Menschen, der in Gemeinschaft mit seinem Erschaffer steht. Das Licht wird erwähnt (erster Tag), die Schaffung der Ausdehnung (zweiter Tag; Ps 104,2–4), gefolgt von dem trockenen Land, das aus dem Wasser hervorsteigt einschließlich der Vegetation zur Erhaltung der Geschöpfe Gottes (dritter Tag; Ps 104,5–18). Dann werden die himmlischen Lichter erwähnt (vierter Tag; Ps 104,19–24), und das Meer, aus welchem die lebendigen Wesen kamen (fünfter Tag; Ps 104,25–30). Zuletzt wird der Mensch (Israel) erwähnt, der in Gemeinschaft mit seinem Schöpfer steht (sechster Tag; Ps 104,33.34). Der Sabbat (siebter Tag) bleibt unerwähnt, da das, was er abbildet (die Ruhe des 1000-jährigen Reiches) noch nicht angefangen hat. Der Psalm endet mit dem, was noch getan werden muss. Die Erde muss noch von den nach wie vor existierenden Sündern und Bösen gereinigt werden (Ps 104,35). Das Böse ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig besiegt, noch ist die Schöpfung selbst befreit von der Knechtschaft des Verderbens (Röm 8,20–23).1 Der Löwe jagt immer noch nach Fleisch (Ps 104,21) und der Fluch des Todes liegt noch auf der Welt (Ps 104,29). Daran zeigt sich, dass diese Psalmen der Ausdruck des Herzens Israels sind, wenn das Reich gerade aufgerichtet wird, und nicht, nachdem es bereits begonnen hat.2


    -*-*
    https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-103-106 PSALM 104


    der Jehova als Schöpfer preist, erfordert nur wenige Bemerkungen. Man wird finden, dass er sich fast ausschließlich mit der Erde beschäftigt. Jehova ist mit himmlischer Pracht bekleidet; diese beschreibt der Geist Gottes in wunderschöner Sprache, aber im übrigen handelt es sich um die Erde. Sie wird betrachtet so wie sie ist, als der Wohnplatz des Menschen; aber alles ist abhängig von Jehovas unumschränktem Willen. Es ist nicht die Erde, die gefeiert wird, sondern Jehova als ihr Schöpfer; auch handelt es sich nicht um das Paradies, sondern um die Erde, wie wir sie der Hand des Menschen übergeben sehen. Doch unser Psalm sieht der Vertilgung der Sünder von der Erde entgegen; die Gesetzlosen werden nicht mehr sein. Dies verleiht augenscheinlich dem Psalm seinen besonderen Charakter und bringt ihn in Verbindung mit der Einführung des Erstgeborenen in den Erdkreis.


    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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