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Psalm 109

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    Ps 109

    Der Psalmist David betete, daß der Herr doch an seinem Feind Rache nehmen möge, der mit bösartigen Anschlägen auf ihn eindrang. Der Psalmist bedeckte den Gottlosen mit Verwünschungen. Bei der Überschrift "ein Psalm Davids" bleibt unklar, ob David diesen Psalm zur Zeit seines Königtums oder bereits vorher verfaßt hat. Der Psalm enthält zahlreiche Verwünschungen (vgl. dazu "Die Theologie in den Psalmen" in der Einleitung ). Das sind die innigen Gebete des Gerechten, der für die Sache Gottes auf der Erde einsteht. Es sind zwar schroffe Empfindungen, aber der Gerechte war einer ernsthaften Bedrohung ausgesetzt.


    A. Klage über böse Feinde
    ( 109,1-5 )

    Ps 109,1-5

    David schrie zu Gott, den er pries, nicht zu schweigen, sondern ihn aus der Gefahr zu erretten, in die ihn die Gottlosen gebracht hatten. Sie waren voll Betrug (V. 2 ) und Haß (V. 3 ) und vergalten ihm seine Freundschaft mit falschen Anschuldigungen und vergalten das Gute, was er getan hatte, mit Schlechtem und mit Haß.


    B. Die Verwünschungen der Gottlosen
    ( 109,6-20 )

    David sprach hier in einem langen Abschnitt Verwünschungen aus und wünschte sich, daß die Gottlosen für ihr Handeln Elend erführen und ihren Besitz einbüßten.


    Ps 109,6-15

    David betete darum, daß sein Feind einen Gegner erhielte (V. 6 ), für schuldig befunden würde (V. 7 ), stürbe (so daß seine Frau Witwe würde und seine Kinder umherirrten, V. 8-10 ), durch einen Wucherer und Plünderer (V. 11 ) arm würde und niemand sich seiner erbarme (V. 12 ). David betete auch darum, daß die Nachkommenschaft seines Feindes ausgerottet werden möge (V. 13 ) und daß der Herr der Sünden der Vorfahren seines Feindes gedachte (V. 14-15 ). Das war der innigste Wunsch Davids nach Vergeltung. Zu den Verwünschungen des Psalmisten vgl. "Die Theologie der Psalmen" in der Einleitung .


    Ps 109,16-20

    Hier werden die Gründe für die in Vers 6-15 ausgesprochenen Verwünschungen angegeben. Dieser Gottlose nutzte die Armen, die Elenden (vgl. V. 22 ) und den, der gebrochenen Herzens ist , aus (V. 16 ). Er liebte es, über andere Menschen Verwünschungen auszusprechen (V. 17 ); dies war ein Teil seiner selbst, wie seine Kleidung, die er trug, und das Wasser, das er trank (V. 18 ). Deshalb sollte ihn die Verwünschung selbst treffen (V. 17 ); die Verwünschung sollte ihn einhüllen und umschließen (V. 19 ). Das sollte die Art und Weise sein, wie Gott an jenen, die David beschuldigt und verleumdet hatten (V. 20 ), Vergeltung übte (vgl. V. 5 ).


    C. Gebet um Hilfe
    ( 109,21-31 )

    Ps 109,21-25

    David wandte sich an seinen mächtigen Herrn und bat um Hilfe und Errettung, denn er befand sich in großer Not. Er war ganz offensichtlich schwach ( arm und elend ; vgl. V. 16.31 und den Kommentar zu Ps 37,14 ), und er schwand unter der Bedrückung der Gottlosen dahin (er wurde mager vom Fasten ). David war nicht nur in Gefahr, sondern seine Feinde verhöhnten ihn außerdem.


    Ps 109,26-31

    Davids Gebet um Hilfe entstand aufgrund seines Wunsches, daß die Gottlosen doch verstehen möchten, daß der Herr ihn rechtfertigte (V. 26-27 ) und daß er jubelte, wenn sie zuschanden wurden und Schmach erfuhren (V. 28-29 ). David gelobte, daß er den Herrn für seine Rettung (die Rettung des Elenden ; vgl. V. 22 ) vor dem Bedränger bezeugen ( erheben ) wollte.

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    https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-107-113 PSALM 109


    Die Psalm 109 und 110 gehören zusammen. Sie stellen die „die Leiden, die auf Christus kommen sollten (Ps 109) und die Herrlichkeiten danach (Ps 110)“ (1. Pet 1,11) dar.

    Die wiederhergestellten Stämme Israels werden über die Einzelheiten der Erniedrigung und Verwerfung Christi belehrt. Die zehn Stämme befanden sich beim ersten Kommen Christi, als Er von seinen Brüdern, den Juden, verworfen wurde, nicht im Land. Daher erfahren sie nun erst im Nachhinein von seinen Leiden. Sie lernen erstmalig die Leiden kennen, die der Herr Jesus Christus erduldet hat, als Er von seinem Volk abgelehnt wurde, das Er inständig liebte (Ps 109,1–5). Judas wird als Vertreter der ungläubigen Nation der Juden hervorgehoben, die Christus bei seinem ersten Kommen verworfen hat. Dieser Hass ruft das furchtbarste Bittgebet um Gericht in allen Verwünschungspsalmen hervor (siehe die Liste in der Fußnote zu Psalm 5). Diejenigen, die dem Widersacher in seiner Ablehnung Christi folgen, wie es die abtrünnigen Juden, die dem Antichristen folgen, tun werden, gehören moralisch zu dessen Familie („seine Söhne“ und „seine Frau“) und sind folglich seines Gericht teilhaftig (Ps 109,6–20). Dann wird die Stimme des Herrn Jesus vernommen werden, der um Befreiung von den Übeltätern betet. Darin sehen wir sein vollständiges Vertrauen in den Willen Gottes und seine Unterordnung darunter (Ps 109,21–31).

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    bibelkommentare.de - Auslegungen und Kommentare zur Bibel von Brüdern wie Darby, Kelly, Mackintosh, Smith, Hole, Heijkoop, Willis, bibelkommentar

    PSALM 109


    Dieser Psalm bezieht sich sicherlich auf Judas; jedoch wird man beim Lesen desselben bemerken, dass nicht alles ausschließlich auf Judas anwendbar ist. Und diese Wahrnehmung hilft uns zum Verständnis der Art und Weise, in welcher die Psalmen geschrieben sind. Wir finden in ihnen den allgemeinen Zustand der Heiligen in den letzten Tagen; und es gibt viele Stellen, die keineswegs auf Christum persönlich anwendbar sind, wie z. B. Psalm 118,10–12 und ähnliche Stellen, die sich allgemein auf die Gerechten beziehen; dann aber gibt es andere Stellen, die auf Christum und auf die Umstände angewandt werden können, in denen Er Sich befand, ja, die mit prophetischer Absicht und Genauigkeit auf Ihn hinweisen. An alles dieses sollten wir beim Lesen der Psalmen denken und göttliche Unterweisung suchen. Wie gesagt, bezieht sich Psalm 109 nicht ausschließlich auf Judas, der größere Teil des Psalmes redet in der Mehrzahl. In Vers 1–5 finden wir die Feindschaft der Gesetzlosen, der in Christo und dem frommen Überrest feindlich gesinnten Juden. Judas war ein besonderes Beispiel von dieser Bosheit und diesem Hass gegen Christum. Doch zweifle ich nicht daran, dass auch der zweite Teil des Psalmes (V. 6 – 19) allgemein anwendbar ist, auch dass die geforderten Gerichte allgemein sind, und dass man nicht etwa in dieser Stelle eine prophetische Offenbarung sehen darf, dass Judas Weib und Kinder hatte oder dergleichen. Vers 20 zeigt sogar klar, dass die Anwendung dieser Bitten um Gericht über die Gesetzlosen allgemein ist. Wir können daher keinen Zweifel darüber haben, dass unser treuer Herr diese Leiden durchgemacht hat, aber ebenso wenig zweifle ich daran, dass Er in diesem Schmerz in Gnade den Platz des Überrestes einnahm, und dass der Psalm sich auf den Überrest bezieht, der durch solche Leiden gehen wird. Das beweisen die Verse 30 und 31. Dessen ungeachtet ist es gewiss, dass Christus völlig in diese Leiden eintrat – und das ist von größtem Interesse für uns –, ja, dass Seine Teilnahme daran allem erst seinen wahren Charakter verleiht.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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