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Psalm 113

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    Ps 113

    Der Psalmist rief alle Knechte des Herrn auf, wo immer sie sich befanden, Gott zu preisen, denn wenn er auch hoch erhoben ist, läßt er sich doch herab, um den Unterdrückten zu erhöhen. J.J. Stewart Perowne ( The Book of Psalms , 2:322) hat richtig beobachtet, daß der Psalm das Verbindungsglied zwischen dem Lied der Hanna ( 1Sam 2,1-10 ) und dem Magnifikat Marias ( Lk 1,46-55 ) bildet. Der Psalm beschreibt das Wesen des Herrn auf eine Art und Weise, die die kenOsis , die Entäußerung Jesu aller Herrlichkeit vorwegnimmt, als er auf die Erde kam ( Phil 2,7 ).
    Ps 113-118 bilden ein Hallel , eine Liedersammlung, die bei den großen Festen Israels gesungen wurde - dem Passa, Pfingsten und dem Laubhüttenfest - als auch an anderen Festtagen. Beim Passa wurden z. B. Ps 113-114 vor dem Mahl und Ps 115-118 nach dem Mahl gesungen.


    A. Aufruf zum Lobpreis
    ( 113,1-3 )

    Ps 113,1-3

    Der Psalm beginnt und endet mit den Worten: Preist den HERRN ( hal+lU-yAh ; vgl. V. 9 , den Schluß von Ps 115-117 und den Kommentar zu Ps 104,35 ). Der Psalmist forderte die Knechte des HERRN auf, seinen Namen zu preisen, denn er ist allezeit des Lobpreises würdig. Dem Namen des Herrn (seine geoffenbarten Eigenschaften) gebührt Lobpreis auf der ganzen Welt - vom Osten bis zum Westen.


    B. Der Anlaß zum Lobpreis
    ( 113,4-9 )

    Die Gläubigen sollen den Herrn preisen (vgl. V. 1-3 ), denn er ist groß (V. 4-5 ), und er ist gnädig (V. 6-9 ).


    Ps 113,4-5

    Er ist unvergleichlich - keiner ist wie er (vgl. Ps 35,10;71,19;77,14;89,7; 2Mo 15,11; 2Sam 7,22 ), denn er sitzt auf seinem Thron in der Höhe (vgl. den Kommentar zu Ps 2,4 ).

    Ps 113,6-9

    Gott hält nicht ängstlich an seiner Größe fest (V. 4-5 ), nein, sondern er beugt sich herab, um zu sehen, was in den Himmeln und auf der Erde geschieht. Er läßt sich herab, gnädiglich in die Schicksale der Menschen einzugreifen.
    Der Psalmist nennt zwei Beispiele für Gottes gnädiges Handeln, eins in Vers 7-8 und das andere in Vers 9 . Gott erhöht den Elenden und den Armen und gibt ihm Ansehen und Wohlstand und läßt den Menschen so an seinem Wesen teilhaben. Die Armen treiben sich außerhalb der Stadt beim Abfall herum, um durch das Feuer Wärme und vom Abfall Speise zu bekommen. Aber Gott erhöht sie, die untersten der Gesellschaft, und stellt sie mit den höchsten ( mit Fürsten ) auf eine Stufe. Gott handelt nicht mit jedem Armen auf diese Weise, aber wenn er es tut, dann wird offenbar, wie gnädig er handelt. Im Neuen Testament erhält diese Wahrheit geistliche Bedeutung, denn wer auf den Herrn vertraut, erhält durch die Gnade Gottes ein Erbteil im Himmel.
    Das andere Beispiel spricht von der unfruchtbaren Frau, die eine glückliche Mutter wird. In der Geschichte Israels haben mehrere unfruchtbare Frauen Kinder bekommen (z. B. Sara, Rahel, Hanna). Für die Israeliten war das ein Zeichen der gnädigen Segnung Gottes.
    Der Psalm hebt darauf ab, daß Gott in seiner Gnade wunderbare und mächtige Taten an denen tut, die unter Not und Elend leiden. Deshalb gebührt ihm das Lob. Der Psalm schließt mit der Mahnung zur Verehrung Gottes: Preist den HERRN ( hal+lU-yAh ; vgl. den Kommentar zu V. 1 ).

    ​*-*-
    https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-107-113 PSALM 113


    Psalm 111 war ein Halleluja für die Werke des Herrn, die Er für Israel getan hat. Psalm 112 war ein Halleluja für den Segen und die Sicherheit, die der Herr Israel geschenkt hat. Doch Psalm 113 ist ein Halleluja für die Größe und Majestät des Herrn selbst. Der Lobpreis dieses Psalms ist ausgedehnter und allgemeiner: „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ (vom Osten bis zum Westen). Der Lobpreis hat sich über die gesamte Erde ausgebreitet, da die Nationen in das Halleluja für den Herrn mit einstimmen (Ps 113,1–4). Sie preisen Ihn, der so groß ist und sich doch in Gnade herabneigt, um den Menschen mit sich selbst in Gemeinschaft zu bringen. Was für ein Thema! Diese Psalmenserie schließt mit einem weiteren Halleluja (Ps 113,5–9).

    Fußnoten
    • 1Es ist interessant, dass David diesen Psalm verfasste, nachdem die lange Phase seiner Verwerfung durch sein Volk vorüber war und dieses ihn als rechtmäßigen König annahm. Als König besiegte er Israels Feinde zu beiden Seiten des Landes. Um seinen Sieg zu vervollständigen, führte er seine Truppen an in einem triumphalen Feldzug bis hin zum Euphrat. All dies weist auf Christus hin. Vgl.: Ps 60,1.2; 2. Sam 8,3; 2. Sam 12-13; 1. Kön 11,15; 1. Chr 18,12.
    • 2In Psalm 109,21 lesen wir „wirke“, was sich auf die Leiden Christi bezieht; in Psalm 110,1 lesen wir „setze“, was sich auf das Sitzen Christi zur Rechten Gottes während der jetzigen Zeit bezieht (circa 2000 Jahre); und in Psalm 110,2 lesen wir „herrsche“, was sich auf die kommende Herrschaft des 1000-jährigen Reiches bezieht. Außerdem ist es interessant, dass dieser Psalm im Neuen Testament 14-mal zitiert wird.
    • 3Dieser Psalm zeigt uns nicht Christi Rückkehr, um zu herrschen, sondern den bereits zurückgekehrten Christus, der in Zion (Jerusalem) regiert. Der Ausdruck „aus Zion“ bezieht sich auf Ihn, der bereits zurückgekehrt ist. Vergleiche Joel 4,16 (2,27); Amos 1,2; Psalm 50,2; Psalm 134,3.

      https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-111-118 PSALM 113


      In Psalm 113 ist das Lob Jehovas ein volleres und allgemeineres als in den vorhergehenden Psalmen; aber die gleichen Beweggründe rufen es hervor. Der Name Jehovas wird gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. Sein Lob ist jetzt ausgebreitet über die ganze Erde. Doch Er ist Israels Gott, der hoch oben thront, der Sich jedoch tief herabneigt, um die, welche Er liebt, emporzuheben und sie sitzen zu lassen bei den Edlen Seines Volkes, und die Hoffnungslosen mit Freude zu erfüllen in ihrem Hause.​
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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