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Psalm 130

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    Ps 130

    Ps 130 ist ein Schrei zum Herrn, daß er doch an seinem Volk seine Gnade erweisen möge. Der Psalmist war sich gewiß, daß Gott Sünden vergibt, und ermahnte das Volk, mit ihm voller Hoffnung auf die Zeit zu warten, wenn der Herr sie von allem Übel erlösen werde.


    A. Gebet um Gnade
    ( 130,1-2 )

    Ps 130,1-2

    Der Psalmist schrie aus der Tiefe (vgl. Ps 30,2;71,20 ) zum Herrn; ein Bild, das von unüberwindlichen Schwierigkeiten spricht, die sogar beinahe den Tod bringen. Der Psalmist betete, daß der Herr seinen Ruf nach Gnade hören möge. Wir erfahren nicht, was die eigentliche Schwierigkeit war. Ps 130,8 gibt einen Hinweis darauf. Das Volk war möglicherweise in einer heiklen Situation, weil Gott es für seine Sünden bestraft hatte.


    B. Gott schenkt Vergebung
    ( 130,3-4 )

    Ps 130,3-4

    Der Psalmist erkannte, daß kein Mensch bestehen könnte, wenn Gott mit den Sündern so verführe, wie sie es verdienten. Die Sünden "zurechnen" bedeutet, den Menschen für seine Fehler verantwortlich zu machen.
    Der Trost liegt darin, daß es bei Gott Vergebung ( s+lIHCh , "Verzeihen", das Wort wird auch in Neh 9,17; Dan 9,9 verwendet) gibt. Deshalb schreibt der Herr die Sünden der Menschen nicht auf, sondern vergibt sie. Die Gläubigen aller Zeitalter sind darüber in Jubel ausgebrochen, denn sonst könnte kein Mensch seinem Gericht standhalten!
    Gott vergibt, so daß der, der die Vergebung empfangen hat, ihn fürchten wird. Das hier verwendete allgemeine Wort für Furcht schließt häufig auch die Verehrung Gottes und den Gehorsam gegen ihn mit ein. Die Bibel sagt, daß die Furcht des Herrn mancherlei Folgen hat; vor allem wird ein Mensch so vor der Sünde bewahrt. Mit der Vergebung Gottes soll man nicht leichtfertig umgehen. Sie macht Sünder zu Heiligen, zu Menschen, die ihm im Gehorsam nachfolgen.


    C. Hoffnung auf den Herrn
    ( 130,5-8 )

    Ps 130,5-8

    Der Psalmist bezeugte, daß er geduldig auf den HERRN harrte . Er verglich sein Warten mit dem Harren der Wächter einer Stadt, die auf die erste Morgendämmerung warten, denn dann werden sie von anderen Wächtern in ihren Pflichten abgelöst. Der Psalmist harrte gespannt auf Gottes erneutes gnädiges Handeln mit dem Volk.


    Ps 130,7-8

    Das Volk wurde ermutigt, seine Hoffnung auf den Herrn zu setzen. Der Grund liegt darin, daß bei ihm Gnade ( HeseD ) und viel Erlösung ist. Aufgrund seiner Treue zu Israel erlöste Gott das Volk von allen seinen Sünden. Das war die Hoffnung des Psalmisten und sein Gebet. Offensichtlich bezieht sich der Ausdruck von den "Tiefen" (V. 1 ) auf das geistliche Elend des Volkes. Nur wenn Gott die Sünden des Volkes vergab und es erlöste, wurde es errettet. Weil es das glaubte, blickte es dem Tag seiner Erlösung entgegen.
    Wer Gott heute als Gott der Vergebung erfahren hat, der kann seiner völligen Erlösung entgegenblicken.


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    https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-120-136
    PSALM 130


    Dieser Psalm stellt vor, wie sich der große Sühnungstag 5 (3. Mos 23,26–32; Jes 53,1–12) auf nationaler Ebene völlig erfüllt. Die zwölf Stämme weinen gemeinsam vor dem Herrn in vollständiger Buße über ihre Sünden. In aufrichtiger, tiefer Demütigung lernen sie, dass es Vergebung bei dem HERRN gibt (Ps 130,1–4). Sie entwickeln eine stille Zuversicht und Hoffnung auf den HERRN und verlassen sich auf seine Gnade in allem, das noch geschehen wird (Ps 130,5–8).

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    bibelkommentare.de - Auslegungen und Kommentare zur Bibel von Brüdern wie Darby, Kelly, Mackintosh, Smith, Hole, Heijkoop, Willis, bibelkommentar

    Psalm 130

    Psalm 130 nimmt einen anderen Gegenstand auf, von dem wir schon früher deutliche Spuren gefunden haben – er beschäftigt sich mit den Sünden Israels, die zwischen dem Volke und Gott stehen. Jedoch ist es nicht eine nur gesetzliche Betrübnis, die sich hier kundgibt; sie wird vielmehr durch Vertrauen auf Jehova gekennzeichnet, allerdings begleitet von tiefer Beugung und Demütigung. Das wird immer die Wirkung sein, wenn in der Seele die Sünde, zugleich aber auch die Barmherzigkeit Gottes gefühlt wird. Bei einer rein gesetzlichen Betrübnis – so sehr sie dazu dienen mag, jedes Selbstvertrauen zu vernichten und zu zeigen, dass man ganz auf Gnade angewiesen ist – ist die Seele in ihrer Angst mehr mit sich selbst beschäftigt, während sie, wenn das Herz die Gnade kennt, ein tieferes Gefühl darüber hat, dass sie gegen den Gott aller Güte gesündigt hat. Und dies geht schließlich doch tiefer. Der Psalmist sagt hier: „Bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest“, und obwohl die Seele aus den Tiefen ruft, harrt sie doch auf Jehova. Es ist sowohl Verlangen nach Gnade als auch geduldiges Harren auf Jehova vorhanden. In Vers 7 sehen wir den Grund, warum die Seele vertrauen und harren kann und in Vers 8 das volle Ergebnis, das sie vertrauensvoll erwartet. In Vers 3 und 4 erkennt die Seele an, woher ihre Not rührt, aber sie weiß auch, dass die Gnade dieser Not entsprechen kann; ja, sie weiß, worauf sie bei Jehova rechnen darf (V. 7); und in Vers 8 vertraut sie völlig auf Erlösung für Israel, und zwar nicht nur auf Erlösung aus den Bedrängnissen, sondern von allen Ungerechtigkeiten.

    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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