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Psalm 132

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    Ps 132

    Dieser Psalm ist ein Gebet der Versammlung, daß der Herr Davids Gelübde über die Stätte für die Bundeslade gedenken möge. Die Versammelten erhielten auf dieses Gebet Antwort, als sie beschlossen, im Tempel anzubeten. Sie erinnerten sich an Gottes Verheißung, daß Davids Linie fortbestehen, daß Zion Gottes Wohnung sein und daß der Messias kommen sollte.
    Es ist recht schwierig, den Hintergrund für diesen Psalm zu bestimmen. Möglicherweise handelt es sich um ein Gebet der Israeliten im Exil, die auf die Erfüllung der Verheißung Gottes an David warteten, insbesondere darauf, daß sich die Verheißung der ewigen Herrschaft des Geschlechtes Davids und der Anbetung Gottes in Gerechtigkeit in Zion erfüllte.


    A. Gedenke an David
    ( 132,1-5 )

    Ps 132,1

    Der Hauptgedanke des Psalmes findet im Rufen zum Herrn zu Beginn des Psalmes Ausdruck: Gedenke an David . Davids Leben und sein Tun standen zur Zeit der Rückführung aus Babylon besonders im Mittelpunkt, denn er war der König, der der Anbetung Gottes in Zion einen Mittelpunkt gegeben hatte.


    Ps 132,2-5

    Die Besonderheit dieses Gebetes war der Schwur Davids, nicht zu ruhen, bis er eine Stätte für den HERRN gefunden hätte. Das könnte sich z. B. darauf beziehen, daß David den Wunsch gehabt hatte, den Tempel zu bauen ( 2Sam 7 ). Dieser Wunsch machte seine Demut deutlich, aufgrund derer der Herr mit ihm einen Bund geschlossen hatte. Der Davidsbund war für die Gemeinschaft unter Esra und Nehemia das, was der Abrahamsbund für Mose gewesen war. Dieses Gebet in Ps 132 ist eine Anrufung Gottes, daß er seiner Verheißungen gedenken möge.


    B. Wir wollen anbeten
    ( 132,6-10 )

    Hier ändert sich die Stimmung des Psalms, denn die Versammlung faßte nun Vertrauen, daß ihr Gebet erhört wurde.


    Ps 132,6-8

    Die Versammlung erinnerte sich daran, daß sie gehört hatten, daß die Bundeslade Israels (V. 8 ) in Efrata war und sie sie dort auch gefunden hatten. Sie war 20 Jahre lang in Jaar (d. h. Kirjat-Jearim, 1Sam 7,1-2 ) geblieben, bis David sie nach Zion gebracht hatte ( 2Sam 6 ). (Efrata taucht auch unter dem Namen Efrat auf; 1Mo 35,16.19; 48,7 .Es ist die ältere Bezeichnung für Betlehem oder die Gegend um Betlehem.)
    Das Volk wollte an dem Ort, den David für die Bundeslade bestimmt hatte (die Wohnung ; vgl. Ps 74,7;76,3;84,2;132,5.13 und der Fußschemel des Herrn), Gott anbeten. Es war der Wohnort Gottes in dem Sinne, daß es der Thron Gottes auf Erden war. Die Lade wurde Lade der Macht Gottes genannt, denn sie symbolisierte im Kampf Gottes Stärke und Sieg.


    Ps 132,9-10

    Die Priester sollten mit Gerechtigkeit gekleidet sein (vgl. V. 16 ; Sach 3,1-7 ), die Heiligen sollten jubeln, und der Herr sollte David, seinen gesalbten König, nicht abweisen. Diese Verse waren Teil des Gebetes des Volkes, als David Zion als Mittelpunkt des Königreiches Gottes schuf. So wie die Gemeinschaft damals hinter der Bundeslade zu ihrer Stätte hergezogen war und dort den Segen über die Priester und David herabgefleht hatte, so betete diese Gemeinschaft für die Priester ihrer Tage, die Nachkommen der damaligen Diener des Bundes.

    C. Der Herr schwor einen Eid
    ( 132,11-18 )

    Ps 132,11-18

    Diese Verse berichten von einer Offenbarung vom Herrn, der seine Verheißungen bestätigte, die er David schon früher gegeben hatte. Der Herr wiederholte seinen Schwur, daß Davids Nachkommen in alle Ewigkeit auf dem Thron Davids sitzen sollten (V. 11-12 ; vgl. Ps 89,4-5.28-30.36-39 ). Der Herr bestätigte seine Wahl des Berges Zion ( Ps 132,13-14 ), den er reichlich segnete. Er gab den Armen Speise (vgl. Ps 111,5;136,25;145,15;146,7 ), bekleidete die Priester mit Heil (vgl. Ps 132,9 ) und ließ die Heiligen jubeln. Gott verhieß auch das Erscheinen und die Krönung seines Gesalbten , des Messias (V. 17-18 ).
    Das Bild von der brennenden Lampe stammt aus der Einrichtung der Stiftshütte. Hier steht die Lampe für das Fortbestehen des Geschlechtes Davids ( 2Sam 21,17; 1Kö 11,36 ). Der "Gesalbte", zuerst David, dann seine Nachkommen und dann auch der Messias, wird über die Feinde siegen.
    Das Horn eines Tieres symbolisierte Stärke und Kraft. Der Begriff wurde bisweilen im Zusammenhang mit mächtigen Herrschern genannt (vgl. Dan 7,24 ). Dieses Horn wird aufwachsen ( QAmaH , wörtl.: "sprießen"). Zacharias hatte möglicherweise diesen Abschnitt im Sinn, als er betete ( Lk 1,69 ). Von diesem Verb abgeleitet ist das Nomen QemaH ("Zweig"), das auch eine Bezeichnung für den Messias ist ( Jer 23,5; 33,15; Sach 3,8; 6,12 ). Der messianische König wird der Nachkomme Davids sein. Der "Zweig", der da kommt, wird das Amt des Priesters und des Königs in sich vereinen.
    So ist also Ps 132 eine ermutigende Bestätigung dafür, daß die Verheißungen Gottes erfüllt werden, wie auch immer die Umstände sein mögen.


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    https://www.bibelkommentare.de/komme.../psalm-120-136 PSALM 132


    Historisch wurde dieser Psalm von König Salomo nach der Vollendung des Tempelbaus gedichtet.6 Die Herrschaft Salomos steht typologisch für die kommende Herrschaft Christi im 1000-jährigen Reich. In diesem Psalm durchstreift er gedanklich die Übungen seines Vaters David, der Bundeslade (einem Bild von Christus) eine passende irdische Wohnstätte in Zion zu geben. Prophetisch werden die zurückgekehrten Stämme Israels ähnliche Übungen durchschreiten, um eine Behausung zu finden, in welcher der Herr inmitten seines Volkes in Zion wohnen kann. Die Lösung dieser Frage wird in dem Bau des zukünftigen Tempels des 1000-jährigen Reiches bestehen (Ps 132,1–5). Der Psalm beschreibt auch, wie die Lade nach Israel zurückkehrte, nachdem „Ikabod“ (die Herrlichkeit ist gewichen) über das Volk gelegt war (Ps 132,6–9).7 Das entspricht der Rückkehr der Herrlichkeit des Herrn zu seinem Volk (Hes 43,1–5; Hag 2,7). Zudem wird dem Versprechen des Herrn an David gedacht werden, dass sein Nachkomme für immer auf seinem Thron sitzen würde (2. Sam 7,12–16). Schließlich wird Christus, der Sohn Davids, seinen Platz in Zion als König Israels 8 einnehmen (Ps 132,10–18).


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    bibelkommentare.de - Auslegungen und Kommentare zur Bibel von Brüdern wie Darby, Kelly, Mackintosh, Smith, Hole, Heijkoop, Willis, bibelkommentar

    PSALM 132


    Psalm 132 ist in mancher Hinsicht von großem Interesse. Er handelt von dem Zurückbringen der Bundeslade an die Stätte ihrer Ruhe, und von den Verheißungen, die Jehova Seinem Knechte als Antwort auf sein Gebet gibt. Wie wir aus den geschichtlichen Büchern gesehen haben, war es eine wichtige Handlung, als David die Bundeslade nach Zion hinaufbrachte. Die Gnade handelte darin mit Macht, nachdem Israel so gänzlich gefehlt hatte, dass die Verbindung mit Gott, insoweit sie auf der Verantwortlichkeit des Volkes beruhte, völlig abgebrochen war; die Bundeslade war in Gefangenschaft geraten, und „lkabod“ (Nicht-Herrlichkeit) war auf alles geschrieben 3. Nun aber war in vollerem, dauernderem Sinne eine Wohnung gefunden für den mächtigen Gott Jakobs, wo die Frommen „niederfallen wollten vor dem Schemel seiner Füße“. Der wahre Sohn Davids, der Gesalbte Jehovas, soll auf Seinem Throne sitzen, und zwar auf immerdar. Jehova wird in Seine Ruhe eingehen – Er und die Lade Seiner Stärke. Wenn Er in früheren Zeiten aufstand, so geschah es, um „seine Feinde zu zerstreuen“, und dann „kehrte er wieder zu den Myriaden der Tausende Israels“ (4. Mo 10, 35. 36). jetzt aber – und das verleiht dem Psalm seinen wahren Charakter – sind die Feinde für immer zerstreut, und Jehova steht auf zu Seiner Ruhe inmitten Israels. Die freie Erwählung von Seiten Gottes kommt hier zum Ausdruck (V. 13); und dann wird man bemerken, dass die Verheißung, mit der Gott auf die Bitten antwortet, jedes Mal weit über diese hinausgeht (vgl. V. 14 u. 15 mit V. 8; V. 16 mit V. 9; V. 17 u. 18 mit V. 10). Dies ist von höchstem Interesse, da es uns die Gnade des Herrn zeigt sowie Sein Interesse für Sein Volk, und wie Seine Liebe alle Erwartungen Seines Volkes weit übersteigt.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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