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Oleg Bach / Frage / Berufen

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  • Oleg Bach / Frage / Berufen

    Wo ist der Unterschied zu berufenen? Auserwählt zum Dienst, ja. Aber wie soll ich berufen einordnen?

    [2. Mo 35,30] Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Seht, der HERR hat Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen

    und
    [Mt 22,14] Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.
    ??
    Im Herrn Jesus Christus
    Oleg

  • #2
    Lieber Oleg
    Matthäus 22,14 „Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.“

    Eine Auslegung ist immer nur möglich wenn man den Hintergrund eines Verses verstanden hat.


    1. im Sinne der Kalvinismusblasphemie

    Mit diesem Vers endet das Gleichnis des königlichen Hochzeitsmahles, der wiederum Verwendung findet,
    um die Hypothese der „Zwei-Rufe“ bzw. „Jin Jang Lehre des Calvinismus zu belegen.

    Das Evangelium richte sich demnach an zwei fixe Gruppen:
    Einerseits an die Auserwählten, die diesem Ruf Folge leisten und unweigerlich zur Bekehrung finden,
    andererseits an die Gruppe derer, die von Gott nicht zum Heil vorgesehen war (die vielen Berufenen).
    Dieser Teil wird zwar mit dem Evangelium konfrontiert, allerdings verfolge Gott damit nicht das Ziel deren Bekehrung.

    Es wird dabei vorausgesetzt, die Gruppe der Nicht-Erwählten, wären mit einem äusseren, allgemeinen Ruf Gottes konfrontiert.
    Die Erwählten mit einem speziellen, inneren Ruf, der zwangsläufig zur Bekehrung führen muss, da dies auf die sogenannte „unwiderstehliche Gnade“ zurückzuführen wäre.

    2. Schriftgemässe Auslegung von Matthäus 22,14

    A) Konnten oder wollten die Eingeladenen gar zur Hochzeit kommen?
    Über den Grund der Zurückweisung der Einladung ist im Gleichnis jedoch zu lesen: Matthäus 22:3 „Und er sandte seine Knechte aus, um die Eingeladenen zur Hochzeit zu rufen; und sie wollten nicht kommen.“

    Von der willentlichen Ablehnung des Rufes Gottes durch das jüdische Volk lesen wir entsprechend in Matthäus 23:37:
    „Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“

    B) „Alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!“
    Ebenso wie der König den Ruf ein zweites Mal wiederholt, nachdem die Ochsen und das Mastvieh geschlachtet war, richtet Gott durch das Evangelium nachdem das Opferlamm Jesus Christus geschlachtet war, seine Aufforderung erneut an sein Volk: Gott lässt durch Männer wie Petrus zu Pfingsten und Stephanus sein Volk erneut rufen und fordert es auf zu Jesus Christus zu kommen, da die Erlösung vollbracht ist.

    Konnten die Gäste der Einladung nicht folgen oder wollten sie nicht kommen? Gott wollte sie in der Tat rufen und hat die gute Nachricht verkündigen lassen, da er in Christus alles zum Heil vorbereitet hat - sein Volk leistet jedoch bewusst und willentlich Widerstand und bleibt im Unglauben.

    Das calvinistische Gottesbild konstruiert einen Gott, der will und eigentlich doch nicht will, der ruft und es doch nicht so meint. Dem gegenüber bleibt festzuhalten: Gott hat alles getan, dass Menschen und vornehmlich das Volk der Juden Vergebung der Sünden und Gemeinschaft mit Jesus Christus haben kann – doch sie haben „nicht gewollt“. Ebenso schreibt Johannes 5,40 „und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.“ Alles war bereit – doch sie sind nicht zum Fest erschienen.

    C)„so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit ein“
    Nachdem die Juden wiederholt ihre Ablehnung deutlich machen, berichtet uns Lukas in Apostelgeschichte13:46 analog dazu „Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig: Zu euch musste notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von euch stoßt und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen.“

    Das Evangelium richtet sich nach der Generalablehnung Israels an die Heiden.

    D) Wer sind nun die Berufenen und Auserwählten?
    Gerufen und eingeladen sind im Evangelium alle Menschen (1.Timotheus 2,4),
    an die das Evangelium ergeht – diejenigen jedoch, die sich rufen lassen und der Einladung nachkommen,
    sind dann auch von Gott auserwählt am Hochzeitsmahl teilzunehmen.

    E) Wieso nur wenige Auserwählte?
    Die traurige Wahrheit, dass die Schar derer, die an Jesus Christus glauben einer „kleinen Herde“ (Lukas 12,32) gleichkommt wird in Matthäus 7,13 beschrieben: “Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“ Daher endet das Gleichnis in Matthäus 22 auch mit dieser Feststellung: „wenige sind auserwählt“.

    F) Wille Gottes - Verantwortung des Menschen
    Da nun gezeigt wurde, dass Gott nicht des Sünders Tod will (Hesekiel 33,11), sondern alles bereit ist, ist auch die Berechtigung der Frage des Petrus nachvollziehbar: “was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen ?“ (1.Petrus 4,17).
    Dieser Einladung Gottes im Evangelium hat der Mensch in Verantwortung und Gehorsam nachzukommen, da es sonst keine andere Hoffnung auf Errettung gibt.
    Hat Gott seine „unwiderstehliche Gnade“ zurückgehalten, sodass diese Menschen nicht glauben konnten und in Folge dessen gleichgültig blieben und sogar die Boten Gottes verfolgten?
    Die Folgen der Abweisung des Evangeliums in Matthäus 22 wird erschreckend geschildert „sie kümmerten sich nicht darum“, bzw. „Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie.“
    Die selbe Gleichgültigkeit dem Evangelium gegenüber ist leider bis heute ebenso feststellbar, wie die Verfolgung der Boten Gottes, die durch die Geschichte der Kirche keine Ausnahme geblieben ist, sondern traurige Wirklichkeit bei den Menschen, die dem Willen Gottes Widerstand leisten.

    G) EIN Ruf- ZWEI Antworten
    Die These der „Zwei Rufe- Lehre“ ist mit dem Gleichnis des königlichen Hochzeitsmahl nicht zu belegen. Vielmehr wird darin deutlich, dass Gott die Gnade der Einladung im Evangelium an die Menschen – Juden wie Heiden – in gleicher Weise richtet. Alle erhielten die gleiche EINE Einladung. Deren Zurückweisung lag nicht der Wille dessen zu Grunde, der die Einladung ausrichten ließ, sondern war Reaktion der Geladenen darauf: Glaube und Gehorsam oder Unglaube entschieden über die Teilnahme am Hochzeitsmahl. Die Erwähnung weniger Auserwählter, ist darauf zurückzuführen, dass es wenige sind, die die Gnade Gottes für sich in Anspruch nehmen und die Masse gleichgültig oder mit Widerstand antwortet.

    III. Zusammenfassung Matthäus 22
    Aus dem Gleichnis der königlichen Hochzeit wird – entsprechend der anderen Erwählungsstellen - deutlich, dass die Berufung Gottes durch den Menschen (in Glaube/Umkehr/Bekehrung) angenommen werden muss.
    Wer die Berufung Gottes jedoch nicht annimmt, der gehört nicht zum Hochzeitsmahl Auserwählten, und es wird ihm erge­hen wie dem Mann, der ohne Hochzeitskleid vor dem König nicht bestehen kann (V. 12.13) und trotz seiner Berufung zum Himmelreich verloren geht.

    Die Sicht der Calvinisten, eine Einladung auszusprechen und zu wiederholen mit dem Wissen, die Angesprochenen können gar nicht kommen, konstruiert ein schizophrenes Bild dessen, der tatsächlich alle Menschen liebt und auch wirklich retten will.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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    • #3
      Beispiel: Propheten
      1. Ein wahrer Prophet wurde von Gott selbst berufen.
      Das prophetische Amt war nicht vererbbar.
      Jeder Prophet wusste um seine Berufung.

      Vgl. 2.Mo. 4,10-12; Jes. 6,1-8; Jer. 1,1-10; Amos 7,14-15.


      Im Herrn Jesus Christus
      Hans Peter Wepf
      1. Mose 15.6
      Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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      • #4
        Die Heilszeit der Gemeinde GdHdG Gemeinde der Heiligen der Gnadenzeit
        1. Gott hat Israel vorübergehend verworfen.
        Jerusalem und der Tempel wurden zerstört und Israel wurde in die ganze Welt zerstreut. Matth. 23,37 - 24,2.

        2. Gegenwärtig sammelt Gott ein neues Volk aus den Völkern der Erde. Gott hat diesem Volk durch die Innewohnung des Heiligen Geistes sein Gesetz ins Herz gegeben
        (Jer. 31,33; 2.Kor. 1,21-22; Eph. 1,13-14).
        Dieses Volk ist
        berufen, mit Christus zu regieren. Apg. 15,14; 1. Pet. 2,9.

        3. Auch diese Heilszeit wird in einer Katastrophe enden. Die Heilszeit der GdHdG endet mit der Entrückung der Gemeinde (Joh. 14,1-3; 1.Kor. 15,50-55; 1.Thess. 4,13-18) und der danach folgenden "Zeit der großen Trübsal". 2 .Thess. 1,3-10; Off. 4-19.
        Im Herrn Jesus Christus
        Hans Peter Wepf
        1. Mose 15.6
        Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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        • #5
          Die "indirekte" Herrschaft Gottes

          Die Berufung des Menschen zur Herrschaft

          Gott hat den Menschen zur Herrschaft über die geschaffene Welt berufen. Durch den Sündenfall hat der Mensch jedoch seine Herrschaft über die Erde verloren. 1 .Mo. 1,26-28; 2,15; Heb. 2,7-8.
          Im Herrn Jesus Christus
          Hans Peter Wepf
          1. Mose 15.6
          Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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          • #6
            Elberfelder 1905
            1. Petrus
            1. Petr 2,20 Denn was für ein Ruhm ist es, wenn ihr ausharret, indem ihr sündiget und geschlagen werdet? Wenn ihr aber ausharret, indem ihr Gutes tut und leidet, das ist wohlgefällig bei Gott. gesünd.: 1. Petr 4,15-16
            1. Petr 2,21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel<O. Vorbild> hinterlassend, auf daß ihr seinen Fußstapfen nachfolget; berufen: 1. Petr 4,1-6; Mt 16,24; Joh 16,33
            gelitten: 1. Petr 3,18
            Fußstapfen: Röm 4,12; 2. Kor 12,18; Ps 89,51-52
            nachfolgt: Phil 2,5; 1. Joh 2,6; Offb 14,4
            Im Herrn Jesus Christus
            Hans Peter Wepf
            1. Mose 15.6
            Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

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            • #7
              Berufen meint auch Gerufen, mit einer klaren Absicht an die den Ruf Hörenden.
              Herzliche Grüsse
              Olivier

              Sprüche 4,20-23
              Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

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              • #8
                <2822> κλητός kletós berufen; Verbaladj. (11)

                Von <2564> καλέω kaléo rufen; (w. gerufen);

                Gräz.: (zu einer Mahlzeit oder einem Fest) eingeladen, auserlesen, willkommen und erwünscht; vor Gericht geladen;

                LXX: {#2Mo 12:16 1Kön 1:41,49}


                berufen

                1) eingeladen (zu Gottes Heil und seinem Reich). {#Mt 20:16 22:14 Rö 1:6 8:28 1Kor 1:24 Juda 1:1 Off 17:14 22:14}

                2) berufen (von Gott auserwählt und berufen zur Ausübung eines Amtes oder einer Aufgabe). {#Rö 1:1 1Kor 1:1}


                berufen

                1) eingeladen (zu Gottes Heil und seinem Reich). {#Mt 20:16 22:14 Rö 1:6 8:28 1Kor 1:24 Juda 1:1 Off 17:14 22:14}

                2) berufen (von Gott auserwählt und berufen zur Ausübung eines Amtes oder einer Aufgabe). {#Rö 1:1 1Kor 1:1}
                Herzliche Grüsse
                Olivier

                Sprüche 4,20-23
                Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

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