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Und ein Feuer ist ausgegangen

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    Hesekiel
    DER PROPHET HESEKIEL
    Verfasser: Gott
    Schreiber: Hesekiel
    Thema: Gericht und Herrlichkeit
    Datum der Niederschrift: 6. Jahrh. v. Chr. HESEKIEL, ein Priester, dessen Name bedeutet Gott wird stärken, war unter den jüdischen Gerangenen, die zwischen der ersten und letzten Deportation Judas (2. Kön. 24. 11-16) nach Babylon gebracht wurden.

    Sein Buch zeigt ihn als einen Mann von strenger Unantastbarkeit und starker Zielsetzung, völlig hingegeben an das Amt seines priesterlichen Dienstes.

    Wie Daniel und wie der Apostel Johannes prophezeite er außerhalb des Landes Juda;
    sein prophetisches Wort, ebenso wie das der Vorgenannten, geschieht vor allem in der Art des Symbols und der Vision.

    Hesekiel ist die Stimme des Herrn an das ganze Haus Israel im Unterschied zu den vorexilischen Propheten, deren Dienst sich entweder an Juda oder an das Königreich der zehn Stämme wandte,
    oder an beide.
    In besonderem Gegensatz zu Jeremia wird das Material in der Prophetie des Hesekiel in chronologischer Reihenfolge gegeben, so wie Gott es ihm enthüllt hatte.

    Allgemein gesprochen war es die Aufgabe des Hesekiel, der Generation, die in der Verbannung geboren wurde, die nationalen Sünden Israels vor Augen zu stellen, die dieses Volk so tief in das Verderben ge bracht hatten (z. B. Hes. 14, 23); den Glauben der Verbannten zu stärken durch die Voraussagen der nationalen Wiederherstellung, der späteren Ausübung des Gerichts über ihre Unterdrücker und der nationalen Herrlichkeit unter der Königsherrschaft Davids. Beachte, daß die Herrlichkeit des Herrn gerade vor der Zerstörung Jerusalems von der Stadt wich (11, 23);

    diese Herrlichkeit wird in dem Zeitabschnitt des tausendjährigen Reiches nach Jerusalem zurückkehren (43, 2).
    In keinem Tempel in Jerusalem ist seit 586 v. Chr. die Gegenwart der Herrlichkeit des Herrn in dieser Art gewesen.

    Das Buch kann folgendermaßen eingeteilt werden:
    I. Die Berufung des Hesekiel, 1-3.
    II. Warnungen vor dem Gericht über Jerusalem, 4-24.
    III. Gerichte über die heidnischen Nationen, 25-32.
    IV. Hesekiels Verantwortung als Wächter, 33.
    V. Voraussagen von Ereignissen, die am Ende des Zeitalters stattfinden werden, wenn Israel wieder in seinem Lande ist, 34-39.
    VI. Der Tempel im tausendjährigen Reich und sein Gottesdienst, 40, 1-47, 12.
    VII. Die Einteilung des Landes während des tausendjährigen Reiches, 47, 13-48, 35.

    Da Hesekiel ein Priester war, ist es möglich, priesterliche Zeichen durch seine ganze Prophetie hindurch zu verfolgen.
    Seine Visionen der göttlichen Herrlichkeit (Kap. 1 und 10) sind Erinnerungen an die Shechinah (Wolke der Herrlichkeit) in dem mosaischen System.
    Die Abschnitte des Weggehens der Herrlichkeit (Kap. 8-11) werden geschrieben von einem, der mit der priesterlichen Ordnung vertraut war.

    Die Kapitel 40-48 sind unmißverständlich abgefaßt in Ausdrücken, die nur in dem Rahmen der levitischen Verordnungen verständlich sind.

    Sogar Einzelheiten des Priestertums wie das Verbot der Verunreinigung des Priesters (4, 13ff.), und der Entweihung des Sabbat (20, 12ff.; 22, 8) werden erwähnt. 2(1,4)

    In dem Exil, weit weg von dem Anblick der Herrlichkeit des irdischen Tempels Gottes, umgeben von dem Glanz des Götzendienstes, erhielt Hesekiel eine
    Vision von der Majestät und dem Wunder der Herrlichkeit Gottes, die ihm zeigte, daß sein Gott herrlicher war als alles, was das Heidentum bot,
    und die in sein Gemüt die Größe des unsichtbaren Gottes von Israel prägte.

    Die Vision sagte ihm, daß die Dinge dieser Welt nicht durch unpersönliche Gesetze der Natur bestimmt werden, sondern durch einen lebendigen Geist (VV. 20-21).
    Über dem Gewirr der menschlichen Pläne, redet die Stimme Gottes mit Autorität (V. 24).

    Die vier Angesichter in der Vision (V. 10)
    sind ein Vorschatten der vier Arten, in denen Gott sich selbst offenbaren würde,
    wenn Er in dem menschlichen Fleisch als Messias erscheinen würde.
    Zur Rechten ist der Löwe, das Symbol des Königtums (Mt.).
    Zur Linken ist der Ochse, das Symbol des Knechtes (Mk.).
    Das Angesicht eines Menschen stellt Sein vollkommenes Menschsein dar (Lk.).
    Der Adler, der sich darüber erhebt, ist das Symbol Seiner Gottheit (Joh.). Vgl. auch Olfb. 4, 7.​

    Elberfelder CSV
    Hesekiel
    Hes 19,14 Und ein Feuer ist ausgegangen vom Gezweig seiner Ranken, hat seine Frucht verzehrt; und an ihm ist kein starker Zweig mehr, kein Zepter zum Herrschen. – Das ist ein Klagelied und wird zum Klagelied. verzehr.: Ri 9,15; 2. Kö 24,20; Ps 79,7
    Herrscher.: Hes 19,11; Hos 3,4
    Klagelied: Hes 19,1

    e. Das Gleichnis des Klageliedes für Israels Fürsten
    ( Hes 19 )


    Hesekiel schloß diesen Abschnitt über die Vergeblichkeit eines falschen Optimismus ( Hes 12-19 ) mit einem Klagelied für Israel und seine Führer. Dies ist das erste von fünf Klageliedern im Buch Hesekiel (vgl. Hes 26,17-18;27; 28,12-19; 32,1-16 ). Drei der anderen Klagelieder richten sich gegen Tyrus, das vierte ( Hes 32,1-16 ) gegen Ägypten. Ein "Klagelied" war eigentlich ein Totengesang, den man im Andenken an einen Verstorbenen sang. Normalerweise wurden darin die guten Eigenschaften des Toten und der schreckliche Verlust, den man durch seinen Tod erlitten hatte, betont (vgl. 1Sam 1,17-27 ).



    Hes 19,1-2


    Dieses Klagelied betraf die Fürsten von Israel . "Fürsten" ist der Titel, den Hesekiel den Königen gab, die in Jerusalem residierten (vgl. die Anmerkungen zu Hes 7,27 ). Zur Zeit dieses Klageliedes war Zedekia König. Es ist das Jahr 592 V. Chr., fünf Jahre vor dem Fall Jerusalems. Hesekiel schrieb also ein Totenlied, während der "Tod" der Stadt noch in der Zukunft lag. Jerusalems Untergang war so sicher, daß Hesekiel ihn unausweichlich kommen sah. In einem Teil des Liedes wird das Schicksal von Joahas und Jojachin verfolgt - zwei der drei Könige vor Zedekia. Dennoch handelt das Klagelied nicht von einem einzelnen Individuum. Es gilt der davidischen Dynastie und dem "Tod" ihrer Herrschaft.

    In seinem Klagelied sprach Hesekiel von der Löwin, die die Mutter der schlechten Löwen war. Was für eine Löwin war deine Mutter unter den Löwen! Da die "Löwen" ein Bild für die Könige war, halten manche Ausleger die "Löwin" für Hamutal, die Frau des Josia und Mutter von Joahas und Zedekia (vgl. 2Kö 23,31; 24,18 ). Aber aus zwei Gründen scheint dies unwahrscheinlich. Erstens ist der "König" in Hes 19,5-9 offensichtlich Jojachin, dessen Mutter Nehuschta war, eine andere Frau von Josia (vgl. 2Kö 24,8 ). Zweitens scheint die "Mutter" der Könige, auf die in Hes 19 immer wieder Bezug genommen wird, mehr als nur eine physische Mutter zu sein. In Vers 10 - 14 ist das Volk selbst die "Mutter" der Könige. Vers 13 scheint auf die Gefangenschaft Israels anzuspielen. Daher ist die Löwin/Mutter in diesem Kapitel das Volk Israel. Dieses Volk brachte seine Könige hervor und mußte nun sehen, wie sie besiegt wurden. Es mußte in die Gefangenschaft gehen.



    Hes 19,3-4


    Die Löwin, Israel, zog eines ihrer Jungen groß, und es wurde ein starker Löwe (ein König). Dieser Löwe ist Joahas, der nach dem frühen Tod Josias auf den Thron kam (vgl. den Abschnitt "Historischer Hintergrund" in der Einführung ). Nach einer Regierungszeit von nur drei Monaten wurde er von Pharao Necho II. abgesetzt, der ihn mit Haken (vermutlich tatsächlichen Haken in der Nase, an denen Stricke festgebunden waren; vgl. V. 9 ) nach Ägyptenland führte . In Ägypten starb Joahas in der Gefangenschaft (vgl. 2Kö 23,31-34; Jer 22,11-12 ).



    Hes 19,10-11


    In Vers 10 - 14 sprach Hesekiel direkt zu König Zedekia. Um ihn geht es im Rest dieses Klageliedes. Seine Mutter, Israel, war wie ein Weinstock . Da Weinstöcke in Israel sehr weit verbreitet waren, benutzten die Schreiber der Bibel immer wieder Weinstöcke als Bilder für Israel und auch für andere Nationen (vgl. Jes 5,1-7; Hes 15;17,5-10; Mt 21,33-41; Joh 15,1-8 ). Israel war in seiner Vergangenheit, bildlich gesprochen, fruchtbar und voller Zweige gewesen. Unter dem Segen Gottes war es aufgeblüht und hatte viele Herrscher hervorgebracht. Seine Zweige waren stark, geeignet für das Zepter eines Herrschers . Wen genau Hesekiel mit diesem Bild anspricht, ist nicht bekannt. Vermutlich meinte er keine bestimmten Herrscher in der Geschichte Israels, sondern wollte nur zeigen, daß die Vergangenheit Israels herrlich war und daß viele mächtige Führer geherrscht hatten.



    Hes 19,12-14


    Die Herrlichkeit der Vergangenheit des Weinstockes stand im harten Gegensatz zu seinem Zustand in den Tagen Hesekiels. Israel, der Weinstock, war im Grimm ausgerissen und zu Boden geworfen worden. Er war verdorrt, und seine Zweige waren verbrannt worden. Hesekiel erklärte die Ursache für dieses Gericht nicht. In Kapitel 16 - 17 hatte er ja bereits gezeigt, warum Israel vom Segen zum Gericht übergegangen war. Der Weinstock hatte vergessen, daß Gott die Quelle seines Segens war. Deshalb hatte Gott das Volk "herausgerissen" und es aus seinem Land wegführen lassen.

    Der Ostwind ist ein Bild mit einer Doppelbedeutung für Israel. Normalerweise weht der Wind in Israel aus dem Westen und bringt feuchte Meeresluft vom Mittelmeer heran. Der Ostwind dagegen bläst aus der Wüste im Osten und bringt viele Probleme für Israel mit sich. Er kann die Vegetation verdorren lassen ( 1Mo 41,6 ), Häuser zerstören ( Hi 1,19 ) und ist für Menschen oft unerträglich ( Jon 4,8 ). Aber bei Hesekiel hatte der Ostwind noch eine andere Bedeutung. Er bezog sich nicht nur auf den Wind selbst, sondern sprach auch von Babylon, das ebenfalls im "Osten" von Israel lag. Als dieses Volk aus dem Osten "heranblies", verdorrte Israel unter der Hitze dieser Bedrängnis.

    Schließlich fiel Israel Babylon in die Hände. Hesekiels Aussage: Nun ist es gepflanzt in der Wüste, in einem dürren und durstigen Land , könnte sich auf die Zerstörung Israels durch Babylon beziehen. So wie der Ostwind hinter sich einen Pfad von zerstörter Vegation herzieht, würde auch Israel unter den Angriffen Babylons dahinwelken. Vermutlich aber sprach Hesekiel hier von der babylonischen Gefangenschaft, die das Volk in Kürze erleben würde. Der gute Weinstock, das Volk, würde aus seiner Heimat ausgerissen und auf einen fremden Boden geworfen werden.

    Gottes Gericht würde auch die königliche Familie betreffen. Kein starker Zweig bleibt daran übrig, der für ein königliches Zepter geeignet wäre . Das Volk, das in der Vergangenheit mächtige Herrscher hervorgebracht hatte ( Hes 19,11 ), würde nun keinen König haben. Nachdem Zedekia durch Babylon besiegt worden war, betrat kein König aus der davidischen Dynastie wieder den Thron. Erst mit der Wiederkunft Christi wird wieder ein "Herrschafts-Zepter" aus der Linie Davids erstehen und als König Israels regieren.

    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
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