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202.Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen​ ​​​​​- Matthäus 25,1-13

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  • 202.Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen​ ​​​​​- Matthäus 25,1-13

    Prüfet alles und das Gute behaltet:
    Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen​ ​​​​​- Matthäus 25,1-13
    Leitvers: Matthäus 25,13
    ———————————————————————————
    Matthäus 25,13 So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde.​




    Matthäus 25,1-13

    1 Alsdann wird das Königreich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen .
    2 Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht.

    3 Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;

    4 die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen.

    5 Als aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.

    6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam ! gehet aus, ihm entgegen !

    7 Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen.

    8 Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen.

    9 Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst.

    10 Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen.​


    An jenem Tag, nachdem er am frühen Morgen mit seinen Jüngern den verfluchten und verdorrten Feigenbaum be­trachtet hatte, Matth. 21,18-22, geht der Herr erneut in den Tempel. Matth. 21,23; 22,23.

    Es wird für ihn ein Tag voller Auseinandersetzungen mit den Obersten des Volkes:
    mit den Hohenpriestern und Ältesten, Matth. 21,23-22,14, mit den Pharisäern und Herodianern, Matth. 22,15-22, den Sadduzäern, Matth. 22,23-33, und wieder mit den Phari­säern und Schriftgelehrten. Matth. 22,34-46; 23,13-39.



    Hierbei erweist er eine Vollmacht in seinen Worten, die der seiner Werke entspricht. Luk. 24,19.

    Es ist seine letzte Begegnung mit ihnen in Freiheit, und da er weiß, daß seine Stunde jetzt gekommen ist, Joh. 12,23, nimmt er keine Rücksicht mehr auf die ihm drohende Gefahr.

    Unter Einsatz seines Lebens gibt er ihnen, trotz aller Erfahrungen mit ihrer Herzenshärtigkeit, eine letzte Möglichkeit zur Umkehr.

    Er warnt sie in Gleichnissen, Matth. 21,28-22,14, bekennt sich erneut zu seiner göttlichen Sendung und ruft sie zum Glauben an ihn auf. Joh. 12,44-50.

    Schließlich droht und klagt er in schonungsloser Offenheit und spricht sein siebenfaches „Wehe euch!“ über sie aus, das in der Klage über Jerusalem endet: „Ihr habt nicht gewollt“. Matth. 23,13-39.

    So wie Hesekiel die Herrlichkeit des Herrn vom Tempel weichen und sich auf dem Oelberg niederlassen sah, Hes. 8,6; 9,3; 11,23, so verläßt nun auch der Herr den Tempel, um ihn nie wieder zu betreten. Matth. 24,1. Seine nächsten Reden (wahrscheinlich am folgenden Tag, Matth. 26,2) finden auf dem Oelberg statt, Matth. 24,3; sie richten sich nur noch an seine Jünger und betreffen die Endzeit. Matth. 24-25.​

    I. Die Begleitumstände.

    Dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen ist bereits die Rede von der Tempelzerstörung, den Drangsalen der Endzeit, der Ankunft des Menschensohnes und der Aufruf zur Wachsamkeit vorausgegangen. Matth. 24.

    Diese Ermahnung setzt der Herr Jesus nun mit zwei weiteren Gleichnissen fort.

    Dabei ist es seine Absicht, seinen Jüngern zum mindesten fünf Wahrheiten in Bezug auf seine Rückkehr einzu­prägen:

    1. Die absolute Gewißheit seiner Zusage.
    Joh. 14,1-3; Apg. 1,10-11; Hebr. 9,28.



    2. Die Ungewißheit des Zeitpunktes.
    Matth. 24,36.43; Mark. 13,32; Apg. 1,7.



    3. Die Notwendigkeit der Wachsamkeit und Bereit­schaft.
    Matth. 24,44; 25,13; 1. Thess. 5,6.



    4. Die Glückseligkeit jener, die bereit sein werden.
    Matth. 24,46; 25,10.



    5. Das Unglück jener, die nicht bereit sein werden.
    Matth. 24,48-51; Luk. 13,24-28.​

    II. Die zehn Jungfrauen. V. 1-4.

    Wenn auch das Bild zunächst auf Israel bezogen ist, so ist es durchaus auch anwendbar auf die beken­nende Christenheit.

    1. Worin sie übereinstimmen:
    a) Sie alle tragen die gleiche Benennung;
    hier wer­den sie Jungfrauen genannt;
    heute bekennt man sich in großen Scharen zum Christentum.

    b) Sie alle haben die gleiche äußere Erscheinung;
    so wie das äußerlich einwandfreie Verhalten vieler Gemeinde- und Kirchgänger nichts darüber aussagt, ob sie errettet sind oder nicht.

    c) Sie alle tragen Lampen, d. h. sie haben irgendein Bekenntnis.

    d) Sie alle haben die gleiche Absicht:
    dem Bräuti­gam entgegenzugehen.
    Zahlreiche Aktivitäten innerhalb der Gemeinden sollen diesem Zweck dienen.
    Und doch kann man bei aller christ­lichen Aktivität unerrettet sein.



    2. Worin sie sich unterscheiden:
    a) Fünf Jungfrauen sind weise, fünf sind töricht.
    Sie alle hatten einen Anfang im Geist gemacht, doch nur die Hälfte von ihnen hat den notwen­digen Vorrat.
    Gal. 3,3; Hebr. 6,4-8.

    b) Der Unterschied der Krüge ist nur inwendig am vorhandenen oder mangelnden Oelvorrat er­kennbar.
    Das Oel ist ein Bild des Heiligen Geistes,
    Sach. 4,1-6; 2. Kor. 1,21-22; 1. Joh. 2,20.27,
    die Krüge ein Bild des menschlichen Leibes, der beim wiedergeborenen Menschen zum Tempel des Heiligen Geistes wird.
    2. Kor. 4,7-10; Joh. 3,3.5; 1. Kor. 3,16; 6,19.​

    III. Die eingeschlafenen Jungfrauen. V. 5.

    Sie alle schlafen ein, geben es auf, den Bräutigam zuerwarten.


    1. Die Ursachen des Schlafes:
    a) Mangelndes Bibellesen,
    Jos. 1,8; Ps. 1,1-2,
    b) mangelndes Gebet,
    Joh. 4,23; Eph. 6,18; Kol. 4,2; 1. Thess. 5,17; 1. Tim. 2,8; Jak. 5,13.16; Jud. 20; Dan. 6,11-12; 2. Mose 17,8-13; 1. Sam. 12,23,
    c) mangelndes Zeugnis,
    Röm. 1,8.16; 1. Thess. 1,8; 2. Tim. 1,8; Hebr. 13,15,
    d) mangelnde Selbstverleugnung.
    Luk. 14,26; Röm. 8,17; 1. Kor. 9,24-27; Phil. 3,7-14.



    2. Die Folgen des Schlafes:
    a) Verlust der Gemeinschaft mit dem Herrn, 1. Joh. 1,3; Ps. 23,
    b) Verlust der Freude am und im Herrn, Neh. 8,10; Phil. 4,4,
    c) Verlust der Brauchbarkeit im Dienst des Herrn, Philem. 11; 2. Tim. 4,11; Phil. 2,19-22.



    3. Die notwendige Ermahnung:
    Röm. 13,11; Offb. 3,1-2.​

    IV. Das Geschrei um Mitternacht. V. 6.

    Der Bräutigam kommt

    1. Die Zeit: um Mitternacht, in der Stunde der größ­ten Dunkelheit.
    Luk. 22,53; 1. Tim. 4,1-3; 2. Tim. 3,1-5.



    2. Die Art und Weise: plötzlich und unerwartet.
    Matth. 24,44; 1. Kor. 15,52.



    3. Der Schrei: „Siehe!“
    Hebr. 11,27; 12,1-3.



    4. Der Befehl: „Gehet aus,“ Jer. 51,6; Hebr. 11,8; 13,13; 2. Kor. 6,14-7,1, „ihm entgegen!“ 1. Mose 24,64-65; Hebr. 11,13-16.39-40.​
    V. Die klugen Jungfrauen. V. 7-10.

    1. Sie alle stehen vom Schlaf auf. Eph. 5,14.

    2. Sie alle schmücken ihre Lampen, sie hehren um! Offb. 2,5.16; 3,3.20.

    3. Die klugen Jungfrauen haben Vorrat an Oel, ihre Lampen brennen, und sie sind bereit. 2. Petr. 3,12-13; 1. Thess. 1,9-10.

    4. Sie gehen ein und erlangen das Heil. Hebr. 9,28.

    5. Sie gehen mit dem Bräutigam, haben Gemein­schaft mit ihm. Joh. 14,1-3; 1. Thess. 4,13-18.

    6. Sie gehen mit zur Hochzeit, sind Teilhaber seiner Segnungen. Offb. 19,6-9.

    7. Die Tür wird verschlossen, die Gnadenzeit ist be­endet. Offb. 21,27.​

    VI. Die törichten Jungfrauen. V. 11-13.

    1. Sie sind nicht vorbereitet. Amos 4,12.

    2. Sie kommen vor eine verschlossene Tür. 1. Mose 7,16; Luk. 13,24-28; Offb. 3,7.

    3. Sie rufen verzweifelt. Luk. 16,24-26.

    4. Sie erhalten eine trostlose Antwort. Joh. 10,26.

    5. Des Herrn Jesu Mahnung und Gebot an seine Jünger im Blick auf die Endzeit:
    a) „Es ist nicht eure Sache, Zeit und Stunde zu wissen“. Apg. 1,7.
    b) Fürchtet, zurückzubleiben! Hebr. 4,1.
    c) Erwartet und beschleunigt durch heiligen Wan­del und Gottseligkeit die Ankunft des Tages Got­tes! 2. Petr. 3,11-12.
    d) Erwartet ihn stündlich, damit, wenn er kommt und anklopft, ihr ihm alsbald auftut! Luk. 12,35-48.
    a) habt die Lenden umgürtet: seid abmarsch­bereit! 2. Mose 12,11,
    b) laßt die kleinen Dinge klein sein: die Zeit ist begrenzt.1. Kor. 7,29-31.
    e) Laßt im Eifer nicht nach und beweist die volle Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende! Hebr. 6,11.
    f) Achtet auf die Zeichen der Zeit. Matth. 16,3; 24,33.
    g) Erkennet die Zeit, um Gott vernünftig zu dienen! Luk. 12,56; Röm. 13,11; 12,1.
    h) „Der Geist und die Braut sagen: Komm!“ Offb. 22,17. „Amen, komm, Herr Jesus!“ Offb. 22,20.​



    Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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    Antonino.S
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